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Mittwoch, 30. März 2022

Entfernungen: Etwas, das sehr wichtig zu bedenken ist, wenn man eine magische Stimme hat

Mal wieder ist mir etwas bei Peter Jacksons Filmen aufgefallen, was man sicherlich abtun könnte, aber die Vorstellung ist einfach zu lustig.

Der Orthanc hat laut Buch eine Höhe von knapp 500 Fuß, umgerechnet sind das 152,4 Meter. Zum Vergleich: Die Notre-Dame ist gerade mal 69 Meter hoch. Die Rouen-Kathedrale (höchster gusseiserner Turm der Welt) liegt mit ihren 151 Metern knapp drunter, der Kölner Dom mit seinen 157,63 Metern etwas drüber.
Das Gedenkkreuz im Valle de los Caídros hat eine exakte Höhe von 152,4 Metern. Huh, ironisch. Worauf ich jedoch mit diesen ganzen Vergleichen hinauswill: Das alles ist ziemlich hoch.
Und nun stelle man sich vor, oben auf der Spitze steht jemand und versucht, sich mit unten auf dem 152 Metern tiefliegenden Erdboden stehenden Menschen normal zu unterhalten.


„Ihr habt viele Kriege geführt und viele Männer getötet, Théoden, König, und habt hinterher Frieden geschlossen.“

WIND: rauscht

„… was hat er gesagt?“

„Ich weiß nicht, hat er überhaupt etwas gesagt?“ 

„Ist er überhaupt schon da?“

„Ja, da oben sehe ich einen weißen Fleck gegen den Himmel, aber das ist schwierig zu erkennen. Könnte Saruman sein, könnte aber auch nur ein Wolkenfetzen sein.“

„Der Wolkenfetzen bewegt sich aber weder gegen noch mit dem Wind, sondern bewegt sich gar nicht.“

„Legolas, was sehen deine Elbenaugen?“

„Ich sehe einen alten Mann dort oben stehen, der sich auf einen Stab stützt und aus irgendeinem Grund sehr unzufrieden aussieht.“

 

Das wird nicht funktionieren, selbst mit Brüllen nicht, und in Mittelerde existieren so etwas wie Megaphone oder Lautsprecher schließlich nicht. Jegliches Schreien wird demnach nicht helfen, und magische Stimme hin und her, solange die Stimme nicht mit Magie so laut gemacht werden kann, dass sie den ganzen Luftwiderstand überwinden kann und unten ankommt, wird alle Überredungskunst vergebens sein. Ganz zu schweigen davon, dass das auch umgekehrt funktioniert und Saruman definitiv nicht wird hören können, was die Leute ihm antworten.

©New Line Cinema


 

Schaut mal, Saruman, glaubt Ihr ernsthaft, dass die winzigen Pünktchen dort unten Euch hören können? Nein, nicht wirklich.


Es hat seine Gründe, weshalb Tolkien Saruman das Gespräch von seinem Balkon aus führen ließ. (Aber nein, dann kann der Zauberer keinen vollkommen unrealistischen Feuerball hinabschießen oder dramatisch vom Turm fallen. Das muss mit rein, weil... das kam im Buch vor! Ja, kam total im Buch vor!)


Mittwoch, 12. Mai 2021

„Wo war Gondor, als die Westfold fiel?“ - Weshalb das eine blöde Idee war

„Wo war Gondor, als die Westfold fiel?“


Leider ist dieser Satz von Théoden ein Meme. Und leider läuft er mir deswegen immer wieder über den Weg und macht mich sehr, sehr ärgerlich, um es mild auszudrücken.
Meist wird Théoden kurz darauf in Reaktionen lächerlich gemacht, indem aufgezeigt wird, dass Gondor zu dem Zeitpunkt, als die Westfold fiel, viel zu sehr damit beschäftigt war, Cair Andros zu halten und zu verteidigen, dass Gondor selbst gegen die viel präsentere Bedrohung Saurons kämpfen muss und dass Gondor ja gar nicht wissen kann, dass Rohan so sehr in Not ist.
Worauf meine Reaktion ist: Äh… nein. (Und dem Verlangen, jemandem einen gut gezielten Palantír an den Kopf zu pfeffern. Ich sagte gut gezielt, verdammt.)
Denn wer hat denn die ganze Idee mit Gondor losgetreten? Mein Lieblingsmensch, der auch zufälligerweise in der Szene vorhanden ist!
Gehen wir den Wortwechsel mal nochmal durch.
 
Aragorn: Schickt Reiter aus, Herr. Ihr müsst um Beistand ersuchen!
Théoden: Und wer wird kommen? Elben? Zwerge? Wir sind glückloser mit unseren Freunden als Ihr. Unsere alten Bündnisse sind Geschichte.
Aragorn: Gondor wird helfen.
Théoden: Gondor?! Wo war Gondor, als die Westfold fiel?

An sich eine gute Idee, aber… gerade Aragorn müsste ein bisschen mehr von den Entfernungen zwischen Gondor und Rohan wissen.
Es dauert sechs Tage, um von Dunharg nach Minas Tirith zu kommen. Man muss das gesamte Gebirge umrunden, und dann hat man gerade mal eine Strecke hinter sich. Selbst mit Schattenfell, der unermüdlich laufen kann, brauchen Gandalf und Pippin drei Tage. Verdoppelt man das, hat man 6 - 12 Tage. Und das setzt voraus, dass Gondor eine Armee kampfbereit (im Kühlschrank) stehen hat, um sofort bei der Ankunft des Boten aufbrechen zu können.
Wie genau stellt Herr Aragorn sich das also vor, hm? Sarumans Orks kommen bei Einbruch der Nacht an, in den Büchern sind sie sogar bereits fast da. Natürlich hätte sich in der Theorie Helms Klamm weitaus länger als 12 Tage verteidigen lassen, demnach wäre das Hoffen auf Verstärkung aus Gondor sinngemäß gewesen. (Und wäre das nicht eine nette Parallele zum dritten Teil, in dem Rohan Gondor im letzten Moment zu Hilfe kommt?) Ich weiß gerade noch nicht einmal, ob in den Büchern die Möglichkeit, Gondor zu Hilfe zu holen, betrachtet wird oder ob das gleich als irrsinnig abgetan wird.
Und davon mal abgesehen… in der Praxis wird der Klammwall von Saruman gesprengt, und am Morgen wäre Rohan verloren gewesen. „When all men were dead“, hm? 12 Tage wären definitiv viel zu lange gewesen.
Die Schuld ist also nicht etwa Théoden zu Füßen zu legen, sondern eher Aragorn, denke ich.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Bescheuerte Internet-Funde, Teil 1

 Natürlich mit dem Thema "Herr der Ringe", von daher... Etymologie und GoT-Fails.

 

Ein Post zeigt GIFs mit dem Titel "Lord of the Rings: Place names and their meanings".

The Shire: old english: 'scír' meaning 'district under a govenor' - stimmt, soweit ich das sehen kann.

Rivendell: old english: riven (split, cloven) + dell (valley) - stimmt ebenfalls

Minas Tirith: sindarin: 'tower of the guard'

Edoras: sindarin: horse-country

... was? Warte, bitte was? Sindarin? Natürlich; bei dem Volk, welches keinen oder kaum Kontakt zu Elben hatte, nehmen sie die Sindarin-Bedeutung des Namens. (Klar, Gondor war da, aber trotzdem...) Altenglisch? Bei den Eorlingas, die im Buch eine Form des Altenglischen sprechen? Neeeeein, der Name muss Sindarin sein! 

Edoras: Altenglisch: 'Hecke, Gehege, Einfassung, Wohnung, Gegend, Bezirk'. Wird eodor geschrieben, auch edor, und die germanische Ursprungsvariante lautet wahrscheinlich *ediraz.

Wahrscheinlich wurde das mit "Rohan" verwechselt, welches vom Sindarin rochand kommt ('roch - Pferd + (i)an - Land) und in der gondorischen Aussprache anscheinend das ch zu einem h geworden ist. Ha. Rohan mit Edoras verwechseln.

Recherche ist nicht der Name eines Valar.

***

Ein weiteres, etwas verwirrendes, aber unterhaltsames GIF zeigt Legolas, der am Orthanc der SEE einen Pfeil an seinen Bogen legt, nachdem Gríma den Zauberer anspringt, um ihn umzubringen.

Der Text unter den GIFs?

Random Legolas Greenleaf moments:

His preparation and release of an arrow against Greyworm in the White Tower

Es darf gelacht werden. Ich habe dies zumindest etwas ungläubig getan. Ah ja, wer kennt nicht Greyworm, treuer Berater von Daenerys Targaryen, Mutter der Drachen, die in Elostírion, dem höchsten der Weißen Türme oben im Norden Mittelerdes ihren Sitz hat... ich meine, der hat schließlich auch einen Palantír. Einen nutzlosen Palantír, den man nicht lenken kann, weil der nur über das Meer starrt, aber immerhin ein Palantír.

Sonntag, 16. August 2020

FF vs. FA

Manchmal vermisst du es, Fanfiktion zu schreiben. 

Die Dinge waren viel einfacher, als du es noch getan hast; du musstest nicht so sehr auf Kontinuität achten, noch nicht so sehr auf die Hintergründe im Text. (Du hast es trotzdem getan, weil es Spaß machte, und weil sich daraus schnell neue Charakterfacetten oder gar Plots bildeten. (Krähenfuß und Céne, zum Beispiel.)) Es war mit einer gewissen Leichtigkeit verbunden – die Gewissheit, dass du dich ganz auf den Charakter konzentrieren konntest und Fehler nun mal passierten. Die Gewissheit, dass du einfach die Geschichte abbrechen konntest, wenn sie dir nicht mehr gefiel. 

Jetzt ist diese Leichtigkeit auf einmal verschwunden. Du liest zu viel darüber, dass Autoren für ihre Werke angefeindet werden, wie diese auseinandergenommen und bis in das kleinste Detail auf Feminismus, Diversität, Kontinuität, historische/geographische/charakterliche Logik, übergeordnetes Thema analysiert werden. Du sagst dir zwar, dass das eigentlich nichts geändert hat; Kritik ist schließlich willkommen und du schreibst hauptsächlich für dich. Und doch… und doch…

Du ertappst dich immer wieder dabei, bei einer Szene innezuhalten, einen Schritt zurückzutreten und dich zu fragen: „Wie würde ein Leser diese Figur sehen? Würde sie zu klischeehaft herüberkommen? Tappe ich hiermit in eine Falle?“

Und dann: „Was sagt das über dich selbst aus? Was sehen fremde Menschen zwischen den Zeilen, was Menschen, die du kennst (kanntest)? Wie viel von dir selbst ist dir gelungen, zu verstecken? Wie viel ist sichtbar? Wie viel ist unbewusst in den Text mit eingeflossen?“ 

Solche Fragen hindern am Schreiben, ermüden, wecken Paranoia. Dabei sollte das egal sein; es ist der erste Entwurf, der sich noch ändern kann. Deshalb möchtest du schließlich Rückmeldung: Um dich zu verbessern.
Noch eine frustrierende Sache ist, dass gerade die Geschichte, die du jahrelang geplant hast, im Nachhinein so, so viel klischeehafter ist als das, was du in deinen emotionalen fünf Minuten heruntergeschrieben hast. Niemand erwartet, dass der erste Entwurf ganz am Anfang gleich perfekt ist.
Niemand, außer dir selbst. 

 

Um nicht von dem Fakt zu sprechen, dass es sich bei der momentanen Situation mit Diktatoren in verschiedensten Ländern und der allgemeinen Kritik an Regierungen irgendwie falsch anfühlt, über eine Regierung zu schreiben, die aus Verzweiflung, Unwissen und guten Absichten heraus einige verzweifelte Entscheidungen getroffen hat und nun irgendwie mit den Konsequenzen zurechtkommen muss… aber deshalb nicht automatisch böse ist. (Weil Geschichten immer ein Spiegel der Gesellschaft sein müssen.) Grauzonen sind nicht nur Protagonisten reserviert, sondern auch für Regierungen, verdammt, und meist hängt da einfach so viel mehr mit drin als einfach die Entscheidungen von korrupten, geldgierigen Machthabern. (Weshalb hätte ich sonst Aschenklinge geschrieben?)

Nicht, dass ich behaupten würde, dass solche Leute nicht existieren (es existieren genug), aber wenn der fünfzehnte König ein geldgieriger Monarch ist, der seine Untertanen ausbeutet weil... Gründe, wir brauchen einen Antagonisten, gegen den wir uns auflehnen können, dann ist das schon etwas ermüdend. 

Ich will schlafen.

Mittwoch, 17. Juni 2020

Von Krüppeln und Prothesenbauern

Geben wir es zu; ich habe lange Zeit die… nun, verkrüppelten Charaktere vernachlässigt, obwohl gerade die doch eigentlich so spannend sind. Weil gerade das doch so schöne Konsequenzen sind.
Wie komme ich gerade jetzt darauf? Natürlich über ein Spiel.

„Fools Fate“ nennt sich das Indiegame, in dem man durch ein Tarotdeck in Zufallssituationen geworfen wird und dann entscheiden muss, was man tun möchte. Am Anfang zieht man per Zahlenkarten die Werte für Stärke, Weisheit und Geschick für seine Spielfigur (ein Prinz eines nicht genannten oder näher beschriebenen Königreichs). Dann beginnt das Spiel, indem man sich durch ein Tarotdeck klickt, welches einem verschiedene, zufällige Situationen vorgibt, auf die man meist zwei Wahlmöglichkeiten hat. Je nach Wahlmöglichkeit muss man eine Prüfung für entweder die Werte Stärke, Weisheit, Geschick oder Geld ablegen (aka, noch eine Zahlenkarte ziehen), und wenn der Zahlenwert der Karte unter der des eigenen Wertes ist, hat man die Prüfung bestanden. Ein simples Prinzip; alle Rollenspieler werden hier stöhnend die Augen verdrehen, weil das natürlich nicht mit einer Würfelprobe zu vergleichen ist.
Und dann kam der Moment, in dem ich eine Probe nicht bestand, und der Text auf einmal lautete: „Die Krankheit ist schlimmer, als gedacht; deine Untergebenen bringen dich zu einem Bader. Um dein Leben zu retten, wird dir der Arm amputiert.“
Ich musste ein bisschen ungläubig lachen bei dem Satz, weil das so… plötzlich kam. Auf einmal war mein Prinz nur noch einarmig, meine Stärke und mein Geschick waren halbiert. Und daraus wuchs Begeisterung, weil… das waren ernstzunehmende Konsequenzen, die nicht rückgängig zu machen waren. Damit musste ich als Spielfigur jetzt leben und versuchen, das Beste draus zu machen. Und alles nur wegen einer einfachen Krankheit und dem Zufallsprinzip! (Das war ein wenig später jedoch wieder relativiert, als ich dank schlechter Proben noch drei weitere Arme verloren hatte. Das ist der Nachteil an zufallsgenerierten Settings.)
Ich wünschte, so etwas würde in Geschichten öfter mal passieren. Ich wünschte, ich hätte Rýne wirklich den ganzen Fuß abgehackt, das wäre interessanter gewesen.

Außerdem fände ich eine Geschichte über einen Prothesenbauer unglaublich interessant; vor Allem in einem Fantasysetting. Wie geht der mit seinen Kunden um, wie lange dauert es, so eine Prothese fertigzustellen, wie ist das mit der Anpassung, wie läuft das Geschäft, wie ist die soziale Stellung seines Berufs, wie lautet seine Meinung zu Arbeitsunfällen oder gar Krieg – da muss ja eine ambivalente Haltung automatisch mit verbunden sein? Aus was für Materialien stellt er seine Prothesen her – Holz für die einfache Bevölkerung, Porzellan oder Elfenbein für die gehobenere Schicht? Wie ist deren Haltbarkeit, wie genau müssen die abgemessen werden, inwieweit sind die mechanisch?
Tolles Thema, ich will darüber lesen.

Sonntag, 31. Mai 2020

Das Interview oder Wenn Charaktere stumpf seitenlang erzählen können, ohne unterbrochen zu werden

And the interviewee became the interviewer. [...] We realized that many other people who had touched Tove's life had also touched mine.
- Tove Jansson: Work and Love by Tuula Karjalainen

Ich mag Dialoge. Das liegt unter Anderem daran, dass die Charakterzeichnung in Dialogen meist ein wenig subtiler verläuft, und dass Dialoge meist der Zeitpunkt sind, in dem ein Charakter auf einmal zu leben beginnt und eigenständig einfach Entscheidungen trifft. Wie man durch den Tonfall einer Figur allein schon manches Mal ihre Hintergründe erahnen kann.
Und deshalb ist eine Sache, die mich in der Fiktion immer mal wieder stört, das klassische Interview.

Samstag, 23. Mai 2020

Musik, die nicht funktioniert

Ein Video darüber, weshalb die Musik in Rise of Skywalker einfach nicht funktioniert - weil sie Elemente aus den alten Star Wars-Filmen an unglaublich unpassenden Stellen übernimmt. (Musiktheorie ist so unglaublich spannend. *-* Vor Allem bei Soundtracks. Wusstet ihr, dass im Sweeney Todd-Soundtrack ständig das Dies Irae zu hören ist und so im Grunde die ganze Story spoilert? Genial.)
Wie dem auch sei; ich habe Rise of the Skywalker nicht sonderlich gut in Erinnerung, weil mich generell mit Star Wars nicht... so viel verbindet.
Aber woran ich sofort denken musste, als ich die Kritik gehört habe und die Beispiele dazu gesehen: Die Hobbit-Trilogie.

Montag, 11. Mai 2020

Woran man erkennt, dass das Gegenüber nur die Filme gesehen hat - Beispiel Éowyn

Ich, bereite mich vor, das unangenehme Thema der ides anzusprechen: "... meine Lieblingsfigur war für lange Zeit Éowyn."
*verwirrter Blick*
Ich, seufzend: "... die Schwertkämpferin."
"Aber die ist doch voll die Loserin!"
Ich: *starre mein Gegenüber für einen Moment sprachlos an* "Sie... hat den Hexenkönig von Angmar erschlagen?"
"Das war doch nur ein glücklicher one-punch! Davor war sie mega am ablosen!"

Okay. Plan abgebrochen. Ich rede nie wieder mit dieser Person über diesen Charakter.

Donnerstag, 30. April 2020

Heiler und Idioten

Beginnen wir mit der nächsten Buchbesprechung, die mich aufgeregt hat, denn leider gibt es davon viel zu viele.


Donnerstag, 20. Februar 2020

Wie verstecke ich mein Gejammere im Text? - Ein Ratgeber

Seit wann wollte ich diesen Blogeintrag schreiben? Schon lange.
Warnung: Sehr dünn verhüllter Sarkasmus.



Es ist erstaunlich, was man alles in Texten verstecken kann.
Im Grunde braucht man nur eine starke Erzählpersönlichkeit oder einen deutlichen Charakter, einen neutralen Schreibstil, hier und da Positives im Text erwähnen und das Genre Humor wählen oder dies am Anfang deutlich machen. (Sarkasmus ist hier dein Freund und Verbündeter.)
Danach kann man wortwörtlich alles schreiben; die Leser werden nicht den Autoren damit in Verbindung bringen.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Lass uns über Furcht reden: Weshalb furchtlose Charaktere langweilig sind

Ein recht kurzer Blogeintrag, denn im Moment fehlt die Motivation für Längeres.

Ich habe mich selbst gefragt, weshalb ich so häufig dazu tendiere, die Augen über Mary-Sues/Gary-Stus zu verdrehen. Sicherlich hat das mit den mangelnden Konsequenzen zu tun, dem Fakt, dass sich das Universum meist um den/die Protagonist/in dreht.
 Über die mangelnden Gefühle, über die mangelnde Furcht.


Donnerstag, 26. Dezember 2019

Imperator Pappkopf oder Weshalb das Böse zu schnell aufgibt

Weshalb ist das Böse immer so verflucht... unsubtil?
Ich will mit dem Helden zweifeln und überlegen und ihm nicht genervt von meinem Stuhl aus zurufen müssen, dass er blöd sein muss, um da nicht die Falle hinter zu sehen! Ich will zumindest einen Hauch von Sympathie gegenüber dem Bösen empfinden und nicht denken müssen, dass es seinen Tod verdient, da es einfach zu blöd zum Überleben ist!

Imperator Palpatine, anyone? Du hättest Rey gut mit ihrem Zwiespalt gegenüber ihrer Familie locken können und vor Allem mehr Argumente für den Punkt finden können! Mehr Überzeugungsarbeit leisten und nicht sofort aufgeben und den nächsten Punkt auf der Agenda ansprechen! Kämpfe für deine Überzeugung, denn dann wirkt automatisch der Zwiespalt/Kampf des Helden stärker!
... wo sind die Geschichten hin, in denen die Bösewichte den Helden wirklich aus Notwendigkeit zu überzeugen zu versuchen und man nicht den Eindruck hat, dass die gelangweilt da ihren Monolog aufsagen? Wo ist die Bemühung, das perfekte Angebot für die Person zu finden, die man überzeugen möchte?
"Wenn du mich tötest, kriegste den Thron, den du gar nicht haben möchtest und außerdem geht mein Geist in dich über und ich lebe weit... eh, sollte ich das sagen? Was, wenn sie sich umentscheidet, weil da nichts für sie selbst bei rausspringt? Und was für Voraussetzungen für Tod zählt überhaupt? Muss sie mich mit einem Lichtschwert umbringen, damit das klappt, oder geht auch mit der Macht würgen? Die eigene Kraft gegen einen nutzen ging ja in die Hose, also... kann da nicht mal jemand Regeln aufstellen, oder so?"

Noch so ein paar mehr Sachen haben mich am Film geärgert, aber das war wohl so mitunter das Schlimmste...

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Wenn man das erste Mal die Filme sieht...

Es ist fast ein bisschen lustig, wenn ich an mein zehnjähriges Ich zurückdenke, welches sich gerade zum ersten Mal The Two Towers angeschaut hat - und sich währenddessen einfach nur die ganze Zeit aufgeregt hat:

Donnerstag, 5. September 2019

"First Law" - 2. Kapitel (Teil 2) "Noch mehr Fragen darüber, was das Ganze soll"

Und es geht weiter. Kleine Spoiler zum „Duft des Grases im Wind“, die im Text gekennzeichnet sind.



Es ist ja wieder etwas Zeit vergangen. Das letzte Mal haben wir Glokta und seinen Nemesis (Treppen!) kennengelernt. Außerdem ist Glokta Inquisitor und hat einen Mann namens Rews vor sich, ein Händler der Stoffgilde, dem er Geld abgeknöpft hat und als Begründung irgendwas von Steuerhinterzug und dessen Frau geredet hat. All das kam nicht sehr überzeugend herüber, aber da die Charaktere hier in der Geschichte alle doof sind, glaubt man ihm das.
Unser Inquisitor wurde jedoch zu seinem Ärger unterbrochen, da sein Vorgesetzter, Superior Kalyne, ihn sehen möchte.
Und so geht es weiter.

Freitag, 2. August 2019

Kurzgedanken zu Verschiedenem, Teil 5


Kurzgedanken, Teil… 5?

Unterthemen: Ein bisschen „allgemeines Altenglisch“, recht viel „Cwideas“, „Herr der Ringe“, „Pseudo-Philosophie“, Allgemeines.

Samstag, 13. Juli 2019

Liste möglicher Blogeinträge


Mal wieder eine Liste möglicher Blogeinträge, bzw. angefangener Dinge, die bei mir auf der Festplatte herumfliegen, von denen ich ja doch nur wieder höchstens die Hälfte umsetzen werde. Edit: Jetzt mit bunter Umfragebox!


Donnerstag, 20. Juni 2019

Mary-Sues ziehen Dämlichkeiten an...


Woran erkennt man eine Mary-Sue? Einfach: Das ganze Universum, in dem sie sich befindet, dreht sich um sie und sorgt dafür, dass ihr Handeln keine wirklichen Konsequenzen hat. Das führt meist dazu, dass sich die Figuren in ihrer Umgebung ausgesprochen dämlich verhalten.

So auch bei einer der Hauptfiguren in Redstar Rising – Web of Eyes, dem ersten Band der Buried Goddess-Trilogie von Rhett C. Bruno.

Dienstag, 11. Juni 2019

Ravine of Blood and Shadow oder Schwarze Umhänge sind böse...


Es ist mal wieder an der Zeit, sich über das Schreiben von anderen Autoren aufzuregen.
Thainwyn beginnt, das Buch Ravine of Blood and Shadow von D.P. Prior zu lesen. Es handelt über einen Zwerg namens Carnac Thayn, genannt Carn, der ein Mitglied der Wache der Zwergenstadt Arx Gravis ist, in der nach Jahrtausenden des Friedens eine Wache getötet und ein Buch gestohlen wurde. Oh, und eine Prophezeiung wurde bei seiner Geburt über ihn und seinen Bruder gemacht, sie werden ein neues Zeitalter für die Zwerge herbeiführen. Das Übliche.
Ich habe jedoch nicht damit gerechnet, so schnell meinen Kopf auf die Tischplatte hauen zu müssen – das zweite Kapitel hat doch gerade erst angefangen!

Donnerstag, 23. Mai 2019