Donnerstag, 24. März 2016

Schnee fiel... und du sagtest, Gandalf hätte tot bleiben sollen, GRRM?

Tolkien made the wrong choice when he brought Gandalf back. Screw Gandalf. He had a great death and the characters should have had to go on without him.”
”I always felt like Gandalf should have stayed dead.”
”I never liked Gandalf the White as much as Gandalf the Grey, and I never liked him coming back. I think it would have been an even stronger story if Tolkien had left him dead.”
- George R.R.Martin


Donnerstag, 10. März 2016

Juchei, gestern kam der neue Trailer für die sechste Staffel von Game of Thrones raus, alle sind glücklich, alle sind froh, und ich bin mal wieder die Einzige, die bei der Reaktion des Internets auf den Trailer das Gesicht verzogen hat.
Wenn GRRM sein eigenes Statement bricht und Jon wiederbelebt, werde ich überlegen, mit der Serie aufzuhören. Mit den Büchern. (Wahrscheinlich nicht; ich weiß jetzt schon, dass ich mir den sechsten Band trotzdem kaufen werde, um herauszufinden, ob mein Lieblingslord überlebt. Auch, wenn seine Überlebenschancen leider nicht wirklich hoch sind, da niemand ihn wirklich mag. Weshalb suche ich mir immer solche Leute aus? Außerdem möchte ich ja doch wissen, wie es mit den anderen Charakteren, also Bran, Dany, Tyrion, Davos, Reek/Theon, Asha, Sansa, Arya, Victarion usw. weitergeht.)
Aber dieser Hype im Moment („omg, Jon Snow lebt noch, er lebt noch!“) hat mich die Augen verdrehen lassen.
GRRM hat sich da ja auch mit Varamyr Sixskins einen Weg gelegt, nämlich die Möglichkeit, dass Jon einfach in Ghost „wargt“. Aber ist das, so gesehen, nicht auch eine Art schummeln?

Samstag, 19. März 2016

Happy coupling, oder - alle brauchen einen Partner, weil... muss so sein!

Und hier ist der „Happy coupling“-Beitrag. Ich entschuldige mich für die Wartezeit. Und irgendwie... bin ich leider ab der Hälfte vielleicht ein bisschen sehr in die „Frage nach dem Grad des Feminismus“-Sparte abgerutscht, und der ganze Beitrag ist nicht ganz so geworden, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Doch fangen wir an.

Donnerstag, 17. März 2016

Ides, cwén, méowle - Respekt wird durch Anrede ausgedrückt

Argh, was nützt eine Abstimmung über das Thema eines neuen Blogeintrages, wenn sich der Autor des Blogs nicht daran hält, weil einfach hundert neue Ideen auf einen eingestürmt kommen? ._. Im Bus kam mir auf einmal die Idee einer Art Rechtfertigung mit Argumenten, weshalb ich Gríma (schon wieder) habe sterben lassen, obwohl sich da niemand so wirklich drüber beschwert hat. Irgendwie habe ich trotzdem das Gefühl, mich für diese Wahl (die schließlich eigentlich von Anfang an fest stand) rechtfertigen zu müssen, und ich habe keine Ahnung, warum. (Schuldgefühle? Ha.)
Dann, weil ich letztens mal wieder kurz zusammengezuckt bin, weil mich in einem Blog unerwartet ein GIF von Éowyn angesprungen hat, in dem sie ihr „Your words are poison“ ausspuckt und ich mich daraufhin etwas beleidigt/angegriffen gefühlt habe. (Ich meine, seriously, I think that was sort of meant as a compliment. At least that part with the stolen bit from Aragorn, „as a pale morning in spring“ and so on. Unless you mean the words before that. And not to mention that awkward silence that stretches and stretches and stretches until she snaps out of whatever-trance-she-was-in.) Und dabei weiß ich, was die Szene ausdrücken soll, aber bei genauerem Nachdenken fühlt es sich trotzdem merkwürdig an. Aber das vielleicht in einem anderen Post. *seufz* Zu viele Plotbunnies.


Worauf ich aber in diesem Beitrag eingehen wollte (und ich entschuldige mich wirklich sehr bei allen, die auf den „happy coupling“-Beitrag gewartet haben; der wird noch kommen, wenn ich mehr Inspiration habe, wie es weitergehen soll, weil ich da im Moment in der Mitte hänge), ist die Bedeutung des Wortes „ides“, welches ich ja so oft in meinen Geschichten benutze.

Donnerstag, 10. März 2016

Was kommt als Nächstes?

Die Stadt aus Knochen – wie Titel kaum etwas über den Inhalt sagen
„Sie nicht verstehen unsere Sprache?“ und andere Altenglischfehler
Die ungenannte vierte Person im Trio, Teil 1
Schnee fiel... und du sagtest, Gandalf hätte tot bleiben sollen, GRRM?
Happy coupling – jeder bekommt einen Partner, weil... muss so sein!
Eastereggs - weshalb bei mir in Rohan andauernd Dörfer niederbrennen
Zwei Experimente, Part 2
Weshalb Gríma blond wurde
Hellfire vs. Palantírwurf
Buchempfehlung: Medieval Underpants


Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden, was ich als Nächstes schreiben soll. Oder besser gesagt – ich habe zu viel, was ich schreiben will, und es fliegen sehr viele angefangene Beiträge in meinem Ordner namens „Blograndom“ herum, manches auch in einem namens „Cwideas Hintergrundinfo“.
Also dachte ich, ich frage mal euch, was ihr gerne demnächst lesen würdet, damit ich dann genug Motivation sammeln kann, um mich an den Beitrag zu setzen. (Oh, während ich bemerke, dass ich zwei tolle, tolle Buchempfehlungen vergessen habe... nun ja.) Die Idee kam, als ich in einigen Posts eine Ankündigung von wegen „nächster Eintrag handelt von dem und dem Thema“ schrieb, was ich aber nicht einhielt. Weil Motivation fehlte, weil mir etwas Anderes dazwischen kam.
Sollten keine Stimmen eingehen, schreibe ich einfach den Beitrag fertig, der mir so je nach Laune zugeflogen kommt, oder fange gar einen Neuen an. (Der Rest setzt derweil Schimmel an...)
Ich gehe mal hier der Reihe nach und führe ein bisschen weiter aus, worüber die einzelnen Blogeinträge handeln sollen:

Montag, 7. März 2016

Zauberschulen

Bei diesen ganzen Zauberschulromanen würde ich mir manchmal wünschen, dass diese Bücher nicht aus der Sicht der Schüler, sondern aus der der Lehrer geschrieben wären. Einfach nur, um zu schauen, was für Probleme diese mit ihren Schülern haben, mit der Vorbereitung des Unterrichts/Vorlesung, die Konflikte und Freundschaften im Lehrerkollegium zu betrachten und um von dieser „alle Lehrer sind doof“-Haltung wegzukommen und zu zeigen, dass Lehrer auch einfach nur versuchen, ihren Job so gut wie möglich zu machen.
(Ich fürchte nur, dass das niemand lesen würde.)


Nächster geplanter Beitrag: Entweder über das „happy coupling“ und mein Stirnrunzeln darüber, dass am Ende jede wichtige Hauptperson unbedingt einen Partner haben muss oder ein „wie mir wieder eingefallen ist, weshalb ich die ‚Mortal Instruments‘-Reihe nicht leiden kann“-Beitrag.

Freitag, 4. März 2016

Weshalb einfach, wenn es auch kompliziert geht? - Namenssuche für Pferde

Stellen wir uns vor, man ist auf der Suche nach einem Namen für ein Pferd. Man durchsucht ältere, teilweise unveröffentlichte eigene Texte für Inspiration und findet schließlich die Namen „Ysling“ und „Býre“. Findet beide schön, entscheidet sich für Ysling. Wenig später fällt einem jedoch auf, dass das Pferd eine Stute und somit der Name „Sohn der glühenden Asche“ nicht wirklich passend ist.
Was tut man daraufhin? Sucht natürlich sofort nach Alternativen, überlegt, ob man den Namen Sléahār recyclen soll, entscheidet sich jedoch dagegen und versucht stattdessen, einen passenden Namen aus den Worten „hnesc“ (weich, sanft), „sefa“ (Herz, Geist), „fel“ (Fell) und „mearu“ (weich, sanft) zu basteln, die sich jedoch alle doof anhören und/oder zu ähnlich nach Mearas klingen.
Denn eigentlich ist man immer noch der Meinung, dass Ysling eigentlich ein sehr schönes Name ist und sicherlich auch einfacher für die Leser, als wenn man ein „Hnescfel“ oder ein „Mearufa“ einbaut, die auch nicht sonderlich rohirrisch klingen.
Bis einem in den Sinn kommt, dass das Pferd ja genauso gut ein Wallach sein kann und damit diese ganze Überlegung mit den Namen unnötig war.
Weshalb einfach, wenn man es auch kompliziert machen kann? -_-
Gebt ihr ein Pferd und lasst sie gehen, wohin sie immer will, Céastan... sie wird ohnehin nicht weit kommen, ehe sie aus dem Sattel fällt.“
Head to desk.

Worldbuilding gone wrong, Part 2

Manchmal...

Manchmal frage ich mich, für wie viele Knochenbrüche, Gehirnerschütterungen und Traumata Batman eigentlich verantwortlich ist, wenn er die Henchmen der Bösewichte zusammenschlägt, nur, weil er sich geschworen hat, niemanden umzubringen...

Mittwoch, 2. März 2016

Die Sache mit dem Alter

Die Sache mit dem Alter


Éowyn wird in „The Two Towers“ als „schön und kalt wie ein Morgen im bleichen Frühling, noch nicht zur Fraulichkeit gereift.“ (Und weshalb war ich so vollkommen überrascht über das Fehlen der „Winterkälte“, die da nirgendwo steht, und habe erstmal sehr verwirrt den Satz angestarrt? *pfeift unschuldig*)
Aber da ist der Punkt, „noch nicht zur Fraulichkeit gereift“. Éowyn ist zu diesem Zeitpunkt 24 Jahre alt, also eigentlich nicht mehr richtig jung. Lange Zeit war ich der Auffassung, dass dies aus Aragorns Sicht geschildert ist, der schließlich als Dúnadan elbisches Blut in den Adern hat und damit bedeutend länger lebt und 3019 D.Z. 88 Jahre alt ist. (Dank an Súlime.)
In den Anhängen steht auch, dass Aldor, dritter König von Rohan, den Beinamen der Alte erhielt, da er 75 Jahre lang über Rohan herrschte und ein hohes Alter erreichte, irgendwo habe ich die Information, dass er 100 Jahre alt wurde, oder 110 oder so ähnlich.
Demnach würde das passen, dass Éowyn hier tatsächlich nur aus Aragorns Sicht beschrieben wird, der schließlich eher Umgang mit seinen langlebigen Vettern und den Elben pflegte.

Doch es sind auch wieder die Anhänge, die mich an dieser Theorie zweifeln lassen.
Nehmen wir zuerst Léod, Vater Eorls des Jungen, dem ersten König von Rohan. Léod war ein großer Pferdezähmer, und er fing ein weißes Fohlen ein und zog es auf, und es wuchs zu einem schönen Pferd heran. Als er es jedoch einreiten wollte, warf es ihn ab, woraufhin Léod so unglücklich mit dem Kopf auf einen Stein fiel, dass er daran starb. (Deshalb trägt man gewöhnlich einen Helm beim Reiten.) „Léod war damals erst zweiundvierzig Jahre alt, und sein Sohn ein Jüngling von 16 Jahren.
Man bemerke das kleine Wörtchen „erst“ vor der Zahl 42. Da das hier diesmal nicht aus Aragorns Sicht geschildert ist, gehe ich also davon aus, dass das Alter von 42 Jahren wohl noch als akzeptabel für die Eorlingas gegolten haben muss.
Zwei weitere Beweise dafür finden sich in dem Fakt, dass Théoden mit um die 70 noch rüstig genug war, um in zwei Schlachten zu reiten und sehr aktiv mitzukämpfen, und an Éomers Alter, als er Marschall wurde.
Éomer wurde in „jungen Jahren“ Marschall, nämlich im Jahre 3017. Zu dem Zeitpunkt war er 26 und galt demnach als einer der jüngsten Marschälle seiner Zeit. (Again, I need to check my quotes, because I don‘t know where that one comes from.)
Eorlingas sind keine Hobbits, die mit 33 erst volljährig werden, noch besitzen sie das Blut der Elben und sollten dementsprechend auch nicht wirklich lange leben. Ich bin zumindest immer davon ausgegangen, dass 80 schon recht alt ist, und dass die Wenigsten die 90 überschreiten. Aber vielleicht irre ich auch.
Von daher, wenn wir davon ausgehen, dass Éowyn mit 24 immer noch nicht ganz „zur Fraulichkeit gereift ist“ (seriously, Aragorn, what were you looking at?), ab was für einem Alter gilt man dann eigentlich als Mann, bzw. als Frau in Rohan? Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass Edelleute um die 12 verlobt wurden und einige Jahre später verheiratet wurden, aber das kann ja wohl nicht sein. Selbst, wenn das auf 15 Jahre hochgesetzt wurde, kommt mir das noch recht früh vor, wenn 24 immer noch nicht reif genug ist. (Funny you should mention Saruman. No, why should he... I don‘t see any relation in mentioning him and Éowyn being 15 years old. No, I really don‘t know what you‘re talking about. Please stop.)
Reif genug wofür, bitte? Und was definiert „Fraulichkeit“? Körperliche Entwicklung? Menstruation? Heißt das, dass Éowyn mit 24 immer noch in der Pubertät ist, was von ihrem Verhalten her sogar teilweise stimmen könnte? Ab wann ist man den rohirrischen Standarten nach erwachsen?
Éomer wird mit 26 immerhin noch als „jung“ bezeichnet, was jedoch auch mit dem militärischen Rang zusammenhängen könnte. Damals galt ein Heerführer als „jung“, wenn er mit 30 diese Position einnnahm.
Und was mich noch mehr zu der Frage bringt; was gilt dann als „alt“? Und was für eine kurze Zeit haben die Leute dann als Erwachsene, und wie lange gelten sie als „Kinder“ und als „Teenager“?
Ich werde noch ein bisschen über die Frage nachdenken und dann den Post womöglich fortführen; hier sind demnach erstmal meine spontanen Gedanken.

Freitag, 26. Februar 2016

Vor den Türen Meduseldes

Meine Hände zittern immer noch ein bisschen, und mein Gesicht ist zu einer Grimasse verzerrt, während ein verzweifeltes Lachen in meiner Kehle gluckst und ich mit den Zähnen knirsche.
Falls ich mal wieder das Bedürfnis haben sollte, wütend zu werden, dann weiß ich zukünftig, wo ich hinschauen muss.

Ich bin im Moment dabei, Mythopoeias Geschichte „Encoivië mi Ambarenya“ zu MSTen, aber keine Sorge – das, was mich so wütend werden lässt, ist glücklicherweise Canon. Oder sollte ich „leider“ sagen?
Es geht hierbei nämlich um die Szene, in der die Gefährten vor den Türen Meduseldes in Edoras stehen und ihre Waffen abgeben müssen. An sich wäre an der Szene nichts schlimm, es ist eine gute Szene, die die Spannung fördert – wäre da nicht die Art und Weise, auf die die Charaktere interagieren. Auf vieles bin ich auch schon im MSTing eingegangen, von daher wird das womöglich doppelt sein.

Donnerstag, 25. Februar 2016

Rotes Haar ist schlecht, oder?

Man plant fröhlich vor sich hin und überlegt, dass die Hauptperson einer Geschichte rotes Haar hat und deshalb ebendieses färben muss, da rotes Haar in der Welt seit dem Lagirfa-Incident Unglück bedeutet und die Leute abergläubisch sind.
Bemerkt nach einem halben Jahr, dass der verdammte Anführer der Rebellen, der die ganze Zeit da mit herumläuft, ebenfalls leuchtend rotes Haar hat und das keinerlei moralsenkende Auswirkungen unter seinen Leuten hat. ._.

Worldbuilding gone wrong, Part 1

Dienstag, 23. Februar 2016

Boromirs Leiden

Boromir wird in vielen FFs sehr betont frauenfeindlich dargestellt, wie mir aufgefallen ist (außer in denen, in denen er das Pairing ist); insbesondere, wenn sich eine schwertschwingende, bogenschießende Mary-Sue zur Gemeinschaft des Ringes gesellt.
Doch Boromir hat auf seinem Weg nach Bruchtal einen kurzen Halt in Edoras gemacht (und dort ein frisches Pferd bekommen?) und dort müsste er auch Éomer und Éowyn kennengelernt haben. Hätte er sich da auch so frauenfeindlich gegenüber Éowyn benommen? Ich glaube nicht; die hätte ihn wahrscheinlich ganz schnell zu einem Übungskampf aufgefordert. :D (Auf der anderen Seite kann es natürlich sein, dass Éowyn aufgrund der momentanen Situation eher das Edelfräulein gemimt hat, da sie wohl andere Sorgen hatte, wie ihren kranken, mindcontrolled Onkel.)
Fakt ist, ich verstehe nicht recht, weshalb gerade Boromir so frauenfeindlich dargestellt wird. Ist das wirklich nur, weil er den Leuten unsympathisch ist, weil er ein Mensch und schwach ist und Frodo den Ring abnehmen wollte? ._. Und zählt das nicht, dass er danach mit all seiner Kraft die Hobbits vor den Uruk-hai beschützte und selbst sein Leben dafür gab? Wie viel zählt überhaupt Reue?
Boromir ist tapfer und war sich dessen bewusst, dass er sterben könnte, wenn er sich der Gemeinschaft des Ringes anschließt, und er hat es trotzdem getan, obwohl zu Hause ein Vater und ein Bruder auf ihn gewartet haben. (Und irgendwann das Truchsessamt, natürlich.) Er hat die Entscheidung getroffen, von der er glaubte, sie sei die Bestmögliche; er hat letztendlich zugestimmt, den Ring zu zerstören, obwohl er zweifelte.
Und Leute stellen ihn als jemanden dar, der mit spöttischen Kommentaren um sich wirft und die Hauptfigur beleidigt und nach nur einem Blick verurteilt, ohne sie genauer zu kennen. Er wird teilweise als ziemlich oberflächlich dargestellt, und da fragt man sich dann unwillkürlich, weshalb er sich überhaupt die Mühe gemacht hat, nach Bruchtal zu kommen. Das ist nicht der Boromir, den ich in den Büchern kennengelernt habe. (Für unhöfliche, beleidigende Charaktere kenne ich andere Beispiele. *hust* „Láthspell“ *hust*)
Teilweise geht es sogar so weit, dass Boromir in den betroffenen Geschichten fast alles und jeden beleidigt und anzweifelt, insbesondere den Ringträger – sich dafür interessanter Weise aber kaum mit Aragorn in die Wolle bekommt, wo das doch eines der größten Konfliktpotentiale wäre. Ist es meist aber nicht, und Boromir scheint nur zu existieren, um die Mary-Sue anzuzweifeln und zu beleidigen und eben dann gnädigerweise im Storyverlauf zu sterben.
Ähnlich schlimm ist es, wenn Frodo zu sehr an die Verfilmung angelehnt wird, aber teilweise können die Leute ja auch nichts dafür, dass sie erst die Filme sahen und danach erst die Bücher anfingen, aber das ist ein anderes Thema.
Nächster geplanter Beitrag – auf wie viele verschiedene Arten man jemandem ins Gesicht treten kann, und weshalb „kicked him in the face“ brutaler und eher nach gebrochener Nase klingt als „trat ihm ins Gesicht“, aber gleichzeitig nach einer anderen Art des Tretens. (Und weshalb mache ich mir darüber Gedanken, wenn der betreffende Charakter doch ohnehin gleich darauf stirbt?)

Sonntag, 21. Februar 2016

Kinder, Kinder, was soll das werden...

Ich hatte letztens, angeregt durch den Beitrag aus dem Forum "Welcher der 9 Gefährten seid ihr?", das reflektierende Gedankenspiel, dass ich eigentlich ein bisschen eine Mischung der Charakterzüge von sowohl Éowyn als auch Gríma besitze. (Leute sagen mir immer mal wieder, dass ich Éowyn sehr ähnlich bin, ich hingegen würde mich selbst mehr mit Gríma identifizieren. Wahrscheintlich ähnele ich eigentlich Keinem von beiden. :D) Und woran denkt man meistens spontan, wenn man an eine Mischung von Charakterzügen von einer Frau und einem Mann spricht?  (Frankenstein? ._.) Genau, ein Kind, da ein solches meist stereotypisch die Augen der Mutter und die Haare des Vaters hat. -.- Oder die Fähigkeiten der Eltern in sich vereint und dann (sollten die Fähigkeiten der Mutter sein, Schatten zu kontrollieren und die des Vaters, mit Wasserbällen zu jonglieren) kann das Kind natürlich beides beherrschen. Plus einer extra-supertollen Fähigkeit dazu, weil die gab es im Sonderangebot dazu.
Daraufhin entstand dann dieses Reaktionsbild von Éowyn:
"Sag' das nochmal!" - "Waaah, bitte tötet mich nicht!" D:
Eigentlich sollte das Ganze eine Art 3-Panel-Comicstrip werden, aber dann skizzierte ich das letzte Bild und verlor die Lust, die Vorgeschichte zu zeichnen. Von daher ist hier nur Éowyns Reaktion zu sehen.
(Es ist auf gewisse Weise ironisch, da mein Nickname damals, als ich ihn erfand, tatsächlich der Name der Tochter Éowyns war. Nur eben nicht von Éowyn und Gríma, sondern von Éowyn und einem von mir erfundenen (Pappaufsteller-)OC namens Déor.)

Mittwoch, 10. Februar 2016

Der "Duft" ist durchgeplant!

Eigentlich sollte mein nächster (schon angefangener Post) darüber handeln, dass Boromir in vielen FFs erstaunlich... frauenfeindlich dargestellt wird und meine Überlegungen dazu, weshalb das teilweise unlogisch ist.
Aber... dann habe ich an einer noch kommenden (sehr in der Zukunft liegenden) Szene beim "Duft des Grases im Wind" herumgebastelt, bin dann bei meinem Planungsdokument hängengeblieben und habe da Dinge hin - und hergeschoben und hinzugefügt und alles in eine Reihenfolge gebracht, wobei ich einige Sachen am Ende weglassen werde müssen, damit das alles nicht allzu lang wird...
und ich muss sagen, dass der "Duft" jetzt tatsächlich (in teilweise recht detaillierten, teilweise sehr, sehr groben Punkten) durchgeplant ist! *-* Ich freue mich so, dass die grobe Handlung von Anfang bis Ende endlich steht! Yay!
Natürlich werden sich da, so wie ich mich kenne, wahrscheinlich doch noch im Laufe der Geschichte einige Sachen ändern, aber so überrasche ich mich auch selbst. ^^
Jetzt muss ich mir nur noch die Entscheidungen genauer überlegen, die die Leser treffen sollen (oh, die nächsten zwei - drei Entscheidungen stehen schon fest; ich muss nur noch ein paar Kapitel zwischen das Fest quetschen müssen, aber ich freue mich schon so darauf), und da wird dann die Schwierigkeit liegen. Was, wenn die Leser meinen ganzen schönen Plan einfach die Treppe herunter umwerfen? ._. Ich meine, ich habe meine Leser schon öfter falsch eingeschätzt. Aber da bin ich recht zuversichtlich, dass ich das hinbekomme. (Hoffe ich.) Ich meine, in manchen Fällen ist es mir tatsächlich egal, welche Entscheidung die Leser treffen werden (wahrscheinlich wird das Kleiderauswählen eine Solche sein), andere hingegen... nun, wir werden sehen. ^^ Ich muss mich weiter mit Céastan vertraut machen.

Dienstag, 2. Februar 2016

Posttraumatische Belastungsstörung und stuntfola

Ich freue mich. Erster Unitag war toll, wir haben uns ganz viel Werbung angeschaut, und auch, wenn es wahrscheinlich stressig wird, so freue ich mich doch auf dieses Semester. Außerdem waren verschiedene Vertreter von Firmen da, die uns Angebote gemacht haben, worüber der Werbeclip, den wir drehen sollen, handeln könnte.
Unter Anderem war auch eine Vertreterin der Landesvereinigung für PTSD I Danmark da, auf deutsch PTBS – Posttraumatische Belastungsstörung. Auffallend war, dass sie diejenige war, die die meisten Fragen bekommen hat; allgemein schien ein recht großes Interesse für das Thema erweckt zu sein. (Die anderen Vertreter bekamen gerade mal höchstens drei – vier Fragen, die PTBS-Vertreterin bekam mindestens neun.)
Sie hat uns erzählt, dass jeder – wirklich jeder – PTBS bekommen kann. Aber jeder Mensch ist verschieden, und demnach wird das, was für Einige schon ein ziemlich heftiger Auslöser für PTBS sein kann, für andere nur einen verwirrten Blick wert sein. Außerdem verbindet man PTBS normalerweise mit Kriegsheimkehrern, mit Krieg im Allgemeinen. Dass so etwas auch einfach durch einen Unfall hervorgerufen werden kann, durch Mobbing, durch das Mitansehen eines Unfalles; durch Dinge, die normalerweise im Vergleich zu Krieg ein wenig lächelnd abgetan werden; daran denkt man im ersten Moment nicht, wenn man PTBS hört.

Mich hat das Thema berührt, nicht nur, weil es von jemandem erzählt wurde, die über sich selbst sagt, dass sie PTBS habe; aber auch, weil ich für meine Geschichte „Cwideas“ darüber schon ein wenig recherchiert habe. Stuntfola ist definitiv ein Kandidat für PTBS, und ich freue mich, dass ich ein paar der Symptome schon recht unbewusst habe mit einfließen lassen, wobei das wohl auch in die fünf Phasen der Trauer mit einfließt. Natürlich werde ich mir wahrscheinlich einige Freiheiten lassen, obwohl mir nach der Stunde sogar eine Idee für das Kurzgedächtnis gekommen ist.
Was mir dieser Bericht gezeigt hat, ist, dass jegliche Situationen (manchmal über Jahre hinweg) sich zu so etwas entwickeln können, und manchmal tun sie es, manchmal tun sie es nicht. Manchmal lässt die Störung an sich mehrere Jahre auf sich warten.
Ich hatte auch mal zeitweise (auch in Verbindung mit „Cwideas“) über das Stockholm-Syndrom recherchiert, und in einem Artikel in einer Polizeizeitschrift stand Ähnliches (wenn auch nur kurz erwähnt) – längere Abhängigkeit gegenüber einer dominanten Person, verbunden mit dem Gefühl, der Person verpflichtet und ihr etwas schuldig zu sein, kann ebenfalls schon eine Form von Stockholm-Syndrom sein.
Und passt das nicht wunderbar zu stuntfola? Und so wird das, was ich von Anfang an geplant hatte, was ich charakterisieren wollte, wohl so langsam deutlicher.

Montag, 1. Februar 2016

Misery, the one that shines

„‘He said he‘d gotten an assignment from a magazine in New York. He was going up to the old hotel and sketch the ruins. His pictures were going to be with an article they were doing. It was a famous old hotel calle the Overlook. It burned down ten years ago. The caretaker burned it down. He was crazy. Everybody in town said so. But never mind, he‘s dead.‘“
- Misery by Stephen King

Stephen King macht Anspielungen auf seine eigenen Bücher. Das Overlook stammt aus seinem berühmten Roman The Shining (1977), das Buch, welches ich pausiert habe, weil das im Moment zu gruselig ist. Stattdessen lese ich Misery (1987), was nicht halb so schlimm ist – es ist natürlich doch schlimm, aber ich kenne es schon, von daher weiß ich schon, was passieren wird, obwohl ich viel vergessen habe – und musste demnach sehr lachen, als ich die Anspielung gesehen hatte.
Ich mag es zudem, wie King in Misery viel auf den Prozess des Ideen-bekommens eingeht, ein wenig thematisiert, dass es einen Unterschied zwischen VERSUCHEN, EINE IDEE ZU BEKOMMEN und EINE IDEE BEKOMMEN gibt. Wie dieser Prozess für ihn stattfindet, wie die ganze Zeit Ideen überlegt, gedreht, gewendet und verworfen werden.
Ich glaube, dass deshalb der Zweite Part: Misery mein Lieblingsteil des Buches ist, insbesondere die ersten Kapitel davon. Ich mag es gerne, wenn solche einfachen Denkprozesse/Handlungen kreativ beschrieben werden.