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Donnerstag, 30. April 2020

Heiler und Idioten

Beginnen wir mit der nächsten Buchbesprechung, die mich aufgeregt hat, denn leider gibt es davon viel zu viele.


Dienstag, 11. Februar 2020

Brennende Hände

Ich weiß noch, dass ich das erste Mal, nachdem ich die Todesszene Denethors im Buch gelesen hatte, so beeindruckt von dieser Willensstärke und Würde war, mit der Denethor selbst seinen Tod wählt, dass ich mir selbst einen Palantír gemalt habe, in dem brennende Hände zu sehen sind... ja, ich war ein komisches Kind.

Freitag, 22. November 2019

Charakter vs. Aussehen

"Wissen Sie, Frau Thainwyn, ich habe mir am Wochenende ja die Herr der Ringe Special Extended Edition vom zweiten Teil angeschaut. Da musste ich an Sie denken, denn da kommt ja Gríma vor."
"Ja...?"
"Ich verstehe nicht, weshalb der Ihr Lieblingscharakter ist. Der ist ja nichtmal hübsch!"

*ungläubiges Schweigen*

"... es geht mir um den Charakter, nicht um das Aussehen."

Samstag, 21. September 2019

Biff und die Sache mit Judas


Mal wieder lese ich ein Buch, diesmal „Lamb: The Gospel According to Biff, Christ‘s Childhood Pal“, von Christopher Moore.
Es ist amüsant, aber wann habe ich je etwas auf diesem Blog über ein Buch geteilt, wenn es rein amüsant wäre? Nein, es gab mal wieder einen Moment, in dem ich zu gerne das Buch gegen die Wand geworfen hätte.
Der Grund ist Judas.
Warnung: rant


Vorab kurz zum Inhalt: Wie der Titel bereits sagt, geht es in dem Buch über die ausgelassenen Jahre von Jesus/Joshuas und seinem bestem Freund Levi, auch Biff genannt. Auf der Suche danach, wie er am Besten der Messiah sein kann, reisen Joshua und Biff quer um die Welt, von China über das Himalaya nach Indien und wieder zurück, lernen alle möglichen Weisheiten kennen und kehren dann zurück, und die Originalhandlung nimmt ihren Lauf, mit einer kleinen Abweichung.
Biff bringt Judas eigenhändig um, als ihm auf einmal klar wird, dass er Jesus im Garten Gethsemane verraten hat. (Und ja, die Erkenntnis kommt, Zitat, „like a flash“ aus dem Nichts. Keinerlei Erklärung warum, weshalb, von einem Moment auf den Nächsten ist Biff in mörderischer Raserei.)
Und das war der Moment, wo ich liebend gerne das Buch an die Wand geworfen hätte.

Donnerstag, 20. Juni 2019

Mary-Sues ziehen Dämlichkeiten an...


Woran erkennt man eine Mary-Sue? Einfach: Das ganze Universum, in dem sie sich befindet, dreht sich um sie und sorgt dafür, dass ihr Handeln keine wirklichen Konsequenzen hat. Das führt meist dazu, dass sich die Figuren in ihrer Umgebung ausgesprochen dämlich verhalten.

So auch bei einer der Hauptfiguren in Redstar Rising – Web of Eyes, dem ersten Band der Buried Goddess-Trilogie von Rhett C. Bruno.

Dienstag, 11. Juni 2019

Ravine of Blood and Shadow oder Schwarze Umhänge sind böse...


Es ist mal wieder an der Zeit, sich über das Schreiben von anderen Autoren aufzuregen.
Thainwyn beginnt, das Buch Ravine of Blood and Shadow von D.P. Prior zu lesen. Es handelt über einen Zwerg namens Carnac Thayn, genannt Carn, der ein Mitglied der Wache der Zwergenstadt Arx Gravis ist, in der nach Jahrtausenden des Friedens eine Wache getötet und ein Buch gestohlen wurde. Oh, und eine Prophezeiung wurde bei seiner Geburt über ihn und seinen Bruder gemacht, sie werden ein neues Zeitalter für die Zwerge herbeiführen. Das Übliche.
Ich habe jedoch nicht damit gerechnet, so schnell meinen Kopf auf die Tischplatte hauen zu müssen – das zweite Kapitel hat doch gerade erst angefangen!

Sonntag, 4. Februar 2018

Kurzgedanken, Part 4

Ich finde zufällig ein Altenglisch-Englisch Wörterbuch PDF im Internet.
„Hm, 614 Seiten! Klingt gut. Wie viele Seiten hat mein Deutsch-Altenglisch-Wörterbuch? … oh. 879 Seiten. Oookay, ich bleibe beim Deutschen...“

Donnerstag, 16. November 2017

Moth, Kapitel 1 oder Worldbuilding, wie es nicht funktioniert

Moth, Kapitel 1 oder Worldbuilding, wie es nicht funktioniert



Ich habe umsonst einige Fantasybücher bekommen, da ich bei einem Gewinnspiel mitgemacht habe... gewonnen habe ich nicht, aber man konnte, wenn man mitmacht, vier Fantasybücher umsonst bekommen und... demnach, was das für Bücher waren, verwundert es mich nicht, dass sie kostenlos waren. Verdammt. Ich hatte auf tollen Lesestoff gehofft.
Ich werde hier das erste Kapitel des Buches Moth von Daniel Arenson (2013)... besprechen. Weil ich mich nicht überwinden konnte, nach dem ersten Kapitel weiterzulesen. Ich mag es nicht, so verdammt wählerisch zu sein. Irgendwann werde ich vielleicht auch die First Law-Reihe von Joe Abercrombie bearbeiten.
Aber lasst uns beginnen.
Und zwar gleich mit der Karte.

Samstag, 14. Oktober 2017

Ehrenvolles Sterben - und Überleben

Beim Thema “ehrenvolles Sterben” kommt es immer auf die Perspektive drauf an.


"No one questions Lithariel's authority. She grew up quickly among the Tribesmen and has taken their values as her own. A tough warrior, she is resourceful and honourable to a fault. She has never surrendered in a battle, even when it cost those following her their lives."
- Shadow of Mordor, Teil von Lithariels Charaktereintrag

Sonntag, 28. Mai 2017

Abercrombies allgegenwärtige Ärgerlichkeiten

Ich gebe zu, ich mochte Abercrombie eigentlich. Von seinem „Half a king“ war ich ziemlich begeistert, wobei sich das wieder ein wenig im Laufe der Trilogie verflüchtigt hat - „Half the world“ und „Half a war“ waren nicht annähernd so gut.
Was mich aber bei ihm ein wenig nervt, sind die ganzen kleinen Details, von denen er keine Ahnung hat. Tauben können bei ihm sprechen – nun gut, kann man vielleicht noch als Mutation sehen, da die mit Papageien verwandt sind. Aber sprechende Adler? Krähen, die gelbe Augen haben? (Krähen haben braune Augen.) Möwen, die Körner und Brot fressen? (Möwen sind zwar Allesfresser, aber ihre Hauptnahrung sind eher Fische und Krebse. Körner könnten die gar nicht mit ihren großen Schnäbeln aufpicken.)
Und die First Law-Trilogie scheint da leider auch nicht besser zu sein.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Enttäuschende Antagonisten

In der letzten Zeit bin ich merkwürdig enttäuscht von den Antagonisten, denen ich in der Literatur begegne. Vielleicht liegt es aber auch an zu hoch geschraubten Erwartungen.

Zum einen wäre da Mr. Teatime (Teh-ah-tim-eh! ausgesprochen) aus dem Roman „The Hogfather“ von Terry Pratchett. So viele haben geschrieben, dass sie Teatime mögen und dass er es schafft, ihnen Schauer über den Rücken laufen zu lassen, weil er so offensichtlich wahnsinnig ist. Anfangs mochte ich ihn auch noch, fand ihn einen interessanten Charakter.
Gegen Ende hat sich das zu einer merkwürdigen Nüchternheit entwickelt, in der ich nur noch den Kopf über ihn geschüttelt habe. Vielleicht, weil er nicht so gehandelt hat, wie ich es erwartete. Vielleicht, weil ich das Haus der Zahnfee so viel beeindruckender beschrieben und die Atmosphäre dichter und an Stephen King erinnernd fand, dass Mr. Teatime auf einmal gar nicht mehr so bedrohlich schien. Vielleicht bin ich da ähnlich wie die Wache, die Teatime umbringt.
„‘Ah, I‘m glad you asked, I‘m your worst nightmare!‘ said Teatime cheerfully.
The man shuddered.
‚You mean... the one with the giant cabbage and the sort of whirring knife thing?‘
‚Sorry?‘ Teatime looked momemtarily nonplussed.
‚Then you‘re the one where I‘m falling, only instead of ground underneath it‘s all -‘
[...] ‚I‘m the one where this man comes out of nowhere and kills you stone dead.‘
The guard grinned with relief. ‚Oh, that one‘, he said. ‚But that one‘s not very -‘“ (S. 82)

Das Andere wären Prince Humperdinck und Count Rugen aus dem Buch „The Princess Bride“ von William Goldmann. Meine Mutter, die mir das Buch empfohlen hat, hatte mich schon vorgewarnt, dass die dortigen Antagonisten schlimmer seien als mein Lieblingsratgeber.
Nun, das ist auch nicht sonderlich schwierig. Man schaue sich Saruman an, den ich als schlimmer empfinde als Gríma, oder Sauron. Roose Bolton empfinde ich auch als schlimmer als Gríma, Voldemort, Grindelwald, Tywin Lannister, Emhyr var Emreis, Bonhart, Vilgefortz und viele andere sind weitaus schlimmere Antagonisten als Gríma. Es ist ja auch nicht so, dass ich Gríma mag, weil er sonderlich böse ist, sondern weil er gerade das nicht ist und mehr im dunkelgrauen Bereich steht.
Doch kommen wir zurück zu Prince Humperdinck. Im ersten Moment, als Humperdincks liebstes Hobby erwähnt wurde (neben Kriege führen), nämlich jagen, fühlte ich mich sofort an Ramsay Snow Bolton erinnert. Und dieser Eindruck hat sich im Buch nur bestätigt, mit dem Unterschied, dass Humperdinck tatsächlich ein bisschen mehr von der Serienversion von Ramsay hat als von der Buchvorlage. Ein bisschen eine Mischung aus Ramsay und Roose, denn Humperdinck ist trotz Allem fähig zu strategischem Denken und Manipulation. Er ist ein guter Bösewicht, der zwar unsympathisch bleibt, aber trotzdem eine gewisse Faszination ausstrahlt, weil er eben so gut in seinem Hobby ist, dass er sogar Kolibris, Geparde, Fledermäuse und Giftspinnen jagt.
Deshalb wirkt es ein bisschen schwach, dass er sich am Ende durch eine Rede so sehr einschüchtern lässt. Es wirkt, natürlich, und es ist origineller als das Übliche „Kampf auf Leben und Tod“, aber doch enttäuschend.
Count Rugen ist ein Sadist, der sein Leben der Erforschung des Schmerzes verschrieben hat. Er hat eine Maschine gebaut, die einem das Leben aussaugt und dokumentiert seine dort gefangenen Opfer munter. Eine Art Goldmann‘scher Mengele.
Aber auch dort – ja, er ist unsympathisch, aber auch nicht mehr. Er bleibt blass für mich, er weckt in mir keine Gefühle. (Ich habe mich immerhin im Laufe des Buches über Humperdinck freuen und wütend auf ihn werden können.) Selbst über sein Bestreben, Unsterblichkeit für seinen Namen als Erfinder der Maschine zu erlangen, habe ich nur die Stirn runzeln können. Vielleicht, weil er die Maschine nur an einem Hund und dann an einem der Hauptcharaktere getestet hat.
Und wenn wir schon über literarische Figuren reden, die Mengele ähneln – sollte man nicht Vilgefortz erwähnen? Vilgefortz, der es geschafft hat, dass ich ihn erst sehr interessant fand mit seiner sehr höflichen Art und ich später für einen Moment entsetzt das Buch weglegen musste, als seine Experimente zutage kamen?

Vielleicht habe ich tatsächlich meine Erwartungen zu hoch geschraubt. Wenn ich bedenke, wen ich zuletzt als wirklich guten Antagonisten empfunden habe, macht das auch vielleicht Sinn – Sato aus dem Manga Ajin von Gamon Sakurai. Sato ist sehr erfahren, weiß über seine Grenzen Bescheid und dehnt diese aus, nutzt sie auf sehr kreative Weise und scheut sich nicht, Opfer zu bringen. Ich bin gespannt, wie die Protagonisten wohl weiter gegen ihn vorgehen werden.

Montag, 12. September 2016

Nach Ithilien und weshalb das niemals klappen würde


Nun – ich gebe zu, das hier war eigentlich nicht gewünscht, laut Umfrage. Zumindest nicht so. Es ist zwar eine Beschwerde von mir, nur eben über einige meiner eigenen Geschichten. Vielleicht findet man ja trotzdem die Zeit und Lust dazu, sich das hier durchzulesen.

Ich hatte mal wieder Lust, mich selbst ein bisschen zu verreissen, bzw. über ein paar unlogische Dinge nachzudenken, die ich in meinen Jahren des Schreibens schon verbrochen habe. Anstoß dafür war Súlimes Blogeintrag über Gondor und der kleine Abschnitt über Ithilien, in dem steht, dass es zur Zeit des Ringkrieges „verlassen [ist], ohne Herrscher oder Bevölkerung; außer den Waldläufern, einer speziellen Guerillaeinheit, darf sich dort niemand aufhalten“.
Nun, der Zeitraum, den ich hier anspreche, spielt zwar meist kurz nach dem Ringkrieg oder etwas weiter im Vierten Zeitalter, jedoch geht es mir dabei nicht unbedingt so sehr um das Fürstenpaar oder die Bevölkerung an sich.
Natürlich nicht.
Viel mehr um die Person, die in meinen Geschichten die Angewohnheit hatte, äußerst unerwartet dort aus den verschiedensten Gründen aufzutauchen. Unerwartet vor Allem, weil er rein canontechnisch tot sein sollte und ich mir das immer zurechtgebogen habe. :D
(Spoilergefahr für die Geschichten „Frischer Wein“, „Gefangen in Ithilien“ und „Krähenfedern“, bzw. die beiden Prequels „Der Schatten einer weißen Rose“ und „Der Flug der Krähe“.)

Freitag, 15. Juli 2016

Die Beschenkte - mit der Gabe, blödsinnig zu sein

Ich habe zu meinem Geburtstag das Buch „Die Beschenkte“ von Kristin Cashore von einer Freundin geschenkt bekommen, die mich bereits vorgewarnt hatte: „Ich finde es toll! Aber bei dir war ich mir unsicher, weil ich glaube, dass das ein Buch ist, welches du entweder lieben wirst oder nur den Kopf darüber schütteln.“
Nun, sie hatte Recht. Ich habe mich durch das erste Kapitel gequält und beim Zweiten die Lust verloren. (Ich muss jedoch sagen, dass ich die Namen mag, die klingen nordisch.)

Samstag, 9. Juli 2016

Kurzgedanken über Verschiedenes

Weil im Moment zu wenig Zeit für einen ausführlichen Post bleibt, von daher – Gesammeltes.
Unterthemen: „The Revenant“, „Game of Thrones“, „eigene Fantasywelt“, „Rache“, ein bisschen „Cwideas“, ein bisschen „Duft des Grases im Wind“, „Dishonored“


„The Revenant“ ist so ein Film, bei dem ich mir wünschte, ihn früher gesehen zu haben. Wie zum Beispiel, bevor ich „Cwideas“ anfing oder zumindest bevor stuntfola und Co. den Orthanc verließen. Natürlich ist das nicht ganz so extrem in Mittelerde, aber es wäre eine gute Einstimmung gewesen, um mehr auf dieses „in der Wildnis überleben“ einzugehen. Für den Anfang des „Duftes“ wäre das auch schön gewesen; auch, wenn ich da eigentlich sehr zufrieden mit der Darstellung bin – aber womöglich wird das später nochmal wichtig werden.

Mittwoch, 11. Mai 2016

Queen you shall be

Erinnert sich jemand an die Prophezeiung von Maggy the Frog an die junge Cersei, insbesondere den Königinnen-Part?

"Aye. Queen you shall be... until there comes another, younger and more beautiful, to cast you down and take all that you hold dear."

Ich mag den Gedanken, dass die junge Königin tatsächlich Myrcella sein könnte; immerhin will Arianne sie krönen. Das wäre eine schöne Ironie, denn könnte Cersei tatsächlich gegen ihre eigene Tochter angehen? Könnte sie ihrer eigenen Tochter etwas tun, um selbst an der Macht zu bleiben?. (Könnte auch theorethisch Arianne selbst sein.)
Natürlich ist nicht gesagt, dass das stimmt, aber... der Gedanke wäre schön, dass Myrcella eine noch so wichtige Rolle einnehmen würde, bevor sie stirbt. Denn ihr Tod ist schließlich ebenfalls in der Prophezeiung mit drin...

Samstag, 30. April 2016

Is it considered cannibalism if you're a human and eating a hobbit?



Sorry, I can't get that question out of my head. And why would there even be the need? You can eat so much else to survive, like plants and berries and fish and eggs and snakes (haha, very funny -_-) and frogs and hedgehogs and even steal food from others. There probably couldn't be a hunger that is strong enough to drive one to eat other people, unless you're starving? Which shouldn't be possible at this point? They're in the Shire, there should be enough food for everyone, they're collecting all the food and Saruman himself is described as "well fed" and why would there be the need to resort to cannibalism?
Seriously, Saruman, why did you even say that? T-T And why did you let him say that, Tolkien? Sometimes I hate you both.

On second thought, no, I hate Gandalf the White. In Edoras he was all like: "Well, he may have done great harm to you but don't kill him, let him live. Give him a horse and let him go."
At the Orthanc he's suddenly "If he ever gets  out of Orthanc alive, it is more than he deserves." What exactly did make you say that, Gandalf? He gave you that goddamn Palantír so that you could see what happened in Minas Tirith later on (not exactly with that intention, but who cares). Or were you that offended that he actually tried to hit you with it?
And if you consider staying five months in a tower with a very angry wizard whose favourite occupation is hitting other people with his staff and explaining to you over and over how worthless you are and then going on a trip for a whole month with more staff-hitting and almost no food and being cold and miserable and then getting a quest which is "kill the leader" which is clearly a traumatizing business even without the "possibly ate him"-part as "well, at least he's not dead, can't be that bad", then please think again. -_-

That got a bit out of hand and is more than I originally intended to write. Whoops.

Freitag, 29. April 2016

Aragorns Motivation

Weil mir letztens aufgefallen ist, als ich über die Unterschiede von Théoden im Buch und im Film nachdachte, dass mir Théoden im Film wesentlich unsympathischer ist als im Buch.
Nehmen wir nur mal die Stelle, in der Gríma rausgeworfen wird. Im Buch redet er recht zivilisiert mit ihm, verspottet ihn vielleicht ein bisschen, bietet ihm aber dennoch an, seine Treue zu beweisen und mit ihm in die Schlacht zu reiten – oder zu Saruman zurückzukehren. (Ich verstehe Grímas Wahl in dem Punkt, aber das kann man später ausführen.)
Im Film bekommt er sein Schwert zurück, lässt seinen Ratgeber erst einmal im wahrsten Sinne des Wortes „rauswerfen“ und geht ihm dann mit dem Schwert hinterher, bereit, ihn umzubringen. Kleiner Unterschied, kann man mal übersehen. Passiert.
Das an sich würde mich ja noch nicht mal so sehr stören, schließlich war Théoden im Film in einem ganz anderen Zustand der Zugedröhntheit als im Buch, wo er gerade mal beeinflusst durch Grímas Propaganda war.
Nein, mich stört Aragorn an der Szene.

Donnerstag, 24. März 2016

Buch-fangirling

Ich habe so ein tolles Buch gefunden, welches sich mit Lüge und Wahrheit beschäftigt und der erste Satz des einen Kapitels lautet „Wir alle haben schon etliche Male, mehr oder weniger, in unserem Leben die Unwahrheit gesagt, ohne uns das Geringste dabei zu denken, geschweige denn ein Schuldbewußtsein zu entfalten und Gewissensbisse zu verspüren oder seitens der Gesellschaft Vorwürfe zu erfahren.“, was mich immens in meinem Selbstbewusstsein bestätigt, Charaktere zu schreiben, die diese feine Linie zwischen Höflichkeit und Lüge ausnutzen und damit spielen und genau wissen, was sie sich erlauben können und was nicht; und dazu beschäftigt das Buch sich auch noch mit der Bedeutung von Masken und Maskentänzen und wie viele verschiedene Arten von Masken es gibt, angefangen bei den traditionellen Masken wie der Karnevalsmaske bis hin zur Arbeitskleidung, die auch in gewisser Weise eine Maske ist, und es ist so spannend und interessant und toll und ich will es haben, aber da es ein Fachbuch ist, ist es so unglaublich teuer. Es ist frustrierend. T.T