"Axes and maces and so forth are lethal enough, but a sword is a subtle weapon, and is suited to a subtle man. You I think, Master Ninefingers, are subtler than you appear."
- The Blade itself, Joe Abercrombie
Entschuldigt bitte, dass ich bei diesen Sätzen nicht anders konnte, als in Lachen auszubrechen.
Ein Schwert ist eine subtile Waffe? Seit wann, bitte? Ja, ein Schwert kann sehr viele verschiedene Formen annehmen, es kann ein Breitschwert, ein Zweihänder sein, ein Claymore; es kann genauso gut die Form eines schlanken Rapiers annehmen.
Aber all diese Dinge sind eines nicht: Subtil.
Das liegt daran, dass sie meist zu groß und offen an der Hüfte (oder noch offener ohne Scheide auf der Schulter) getragen werden und meist einem Gegner schon entgegen schreien „Schau her, ich bin bewaffnet!“.
Eine Waffe, die ich als subtil bezeichnen würde, wäre so etwas wie ein Messer oder ein Dolch. Diese sind kleiner, leichter zu verstecken und man kann immer noch behaupten, dass das ja nur dafür da ist, um sein Essen zu schneiden. Etwas, was vielleicht noch subtiler ist, ist die Steinschleuder.
Dort kann man das Stoffstück, welches man als Schleuder benutzen möchte, sich einfach um den Kopf als Stirnband oder um den Hals, um den Arm oder das Bein wickeln, und Steine findet man überall und kann sie in der Tasche sammeln.
Von daher – bitte verzeiht, Abercrombie, aber wir müssen noch einmal genauer über Subtilität bei Waffen reden.
Posts mit dem Label Vergleich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vergleich werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Samstag, 26. Mai 2018
Abercrombie über die Subtilität von Schwertern
Labels:
Abercrombie,
Fail-potential,
Gedanken,
Ich ärgere mich über Dinge,
Kritik,
schreibtechnisch gesehen,
Thainwyn,
Vergleich,
worldbuilding gone wrong
Mittwoch, 2. März 2016
Die Sache mit dem Alter
Die Sache mit dem Alter
Éowyn wird in „The Two Towers“ als
„schön und kalt wie ein Morgen im bleichen Frühling, noch
nicht zur Fraulichkeit gereift.“ (Und weshalb war ich so
vollkommen überrascht über das Fehlen der „Winterkälte“, die
da nirgendwo steht, und habe erstmal sehr verwirrt den Satz
angestarrt? *pfeift unschuldig*)
Aber da ist der Punkt, „noch nicht
zur Fraulichkeit gereift“. Éowyn ist zu diesem Zeitpunkt 24
Jahre alt, also eigentlich nicht mehr richtig jung. Lange Zeit war
ich der Auffassung, dass dies aus Aragorns Sicht geschildert ist, der
schließlich als Dúnadan elbisches Blut in den Adern hat und damit
bedeutend länger lebt und 3019 D.Z. 88 Jahre alt ist. (Dank an Súlime.)
In den Anhängen steht auch, dass
Aldor, dritter König von Rohan, den Beinamen der Alte
erhielt, da er 75 Jahre lang über Rohan herrschte und ein hohes
Alter erreichte, irgendwo habe ich die Information, dass er 100 Jahre
alt wurde, oder 110 oder so ähnlich.
Demnach würde das passen, dass Éowyn
hier tatsächlich nur aus Aragorns Sicht beschrieben wird, der
schließlich eher Umgang mit seinen langlebigen Vettern und den Elben
pflegte.
Doch es sind auch wieder die Anhänge,
die mich an dieser Theorie zweifeln lassen.
Nehmen wir zuerst Léod, Vater Eorls
des Jungen, dem ersten König von Rohan. Léod war ein großer
Pferdezähmer, und er fing ein weißes Fohlen ein und zog es auf, und
es wuchs zu einem schönen Pferd heran. Als er es jedoch einreiten
wollte, warf es ihn ab, woraufhin Léod so unglücklich mit dem Kopf
auf einen Stein fiel, dass er daran starb. (Deshalb trägt man
gewöhnlich einen Helm beim Reiten.) „Léod war damals erst
zweiundvierzig Jahre alt, und sein Sohn ein Jüngling von 16 Jahren.“
Man bemerke das kleine Wörtchen „erst“
vor der Zahl 42. Da das hier diesmal nicht aus Aragorns Sicht
geschildert ist, gehe ich also davon aus, dass das Alter von 42
Jahren wohl noch als akzeptabel für die Eorlingas gegolten haben
muss.
Zwei weitere Beweise dafür finden sich
in dem Fakt, dass Théoden mit um die 70 noch rüstig genug war, um
in zwei Schlachten zu reiten und sehr aktiv mitzukämpfen, und an
Éomers Alter, als er Marschall wurde.
Éomer wurde in „jungen Jahren“
Marschall, nämlich im Jahre 3017. Zu dem Zeitpunkt war er 26 und
galt demnach als einer der jüngsten Marschälle seiner Zeit.
(Again, I need to check my quotes, because I don‘t know where that
one comes from.)
Eorlingas sind keine Hobbits, die mit 33 erst volljährig werden, noch besitzen sie das Blut der Elben und
sollten dementsprechend auch nicht wirklich lange leben. Ich bin
zumindest immer davon ausgegangen, dass 80 schon recht alt ist, und
dass die Wenigsten die 90 überschreiten. Aber vielleicht irre ich
auch.
Von daher, wenn wir davon ausgehen,
dass Éowyn mit 24 immer noch nicht ganz „zur Fraulichkeit
gereift ist“ (seriously, Aragorn, what were you looking at?),
ab was für einem Alter gilt man dann eigentlich als Mann, bzw. als
Frau in Rohan? Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass Edelleute
um die 12 verlobt wurden und einige Jahre später verheiratet wurden,
aber das kann ja wohl nicht sein. Selbst, wenn das auf 15 Jahre
hochgesetzt wurde, kommt mir das noch recht früh vor, wenn 24 immer
noch nicht reif genug ist. (Funny you should mention Saruman.
No, why should he... I don‘t see any relation in mentioning him and
Éowyn being 15 years old. No, I really don‘t know what you‘re
talking about. Please stop.)
Reif genug wofür, bitte? Und was
definiert „Fraulichkeit“? Körperliche Entwicklung? Menstruation?
Heißt das, dass Éowyn mit 24 immer noch in der Pubertät ist, was
von ihrem Verhalten her sogar teilweise stimmen könnte? Ab wann ist
man den rohirrischen Standarten nach erwachsen?
Éomer wird mit 26 immerhin noch als
„jung“ bezeichnet, was jedoch auch mit dem militärischen Rang
zusammenhängen könnte. Damals galt ein Heerführer als „jung“,
wenn er mit 30 diese Position einnnahm.
Und was mich noch mehr zu der Frage
bringt; was gilt dann als „alt“? Und was für eine kurze Zeit
haben die Leute dann als Erwachsene, und wie lange gelten sie als
„Kinder“ und als „Teenager“?
Ich werde noch ein bisschen über die
Frage nachdenken und dann den Post womöglich fortführen; hier sind
demnach erstmal meine spontanen Gedanken.
Labels:
Alter,
Edoras,
Eorling,
Éowyn,
Gríma,
Kultur,
Rohan,
Thainwyn,
The Lord of the Rings,
Tolkien,
Vergleich,
Weiße Herrin
Dienstag, 19. Januar 2016
Eine etwas verständlichere Wahl
Wenn ich die Wahl hätte...
… zwischen einem etwas creepy
wirkenden Mann, der zwar die Angewohnheit hat, ein bisschen
überheblich auf mich herabzublicken, aber ansonsten sehr nett und
freundlich zu mir ist und mir zudem auf einige dringende Fragen
meinerseits Antworten geben kann,
… und einem Mann, dem es
offensichtlich missfällt, mich beherbergen zu müssen, mich schon am
Anfang verspottet hat, respektlos mit mir umgegangen ist, alles an
ihm von Widerwillen spricht, wenn er in meiner Nähe ist, dazu auch
noch ein etwas unangebrachtes, zweideutiges Angebot gemacht hat und
der generell alle Fehler aufzeigt, die ich mache...
Oh. Gut, ich verstehe so Einiges
besser.
„Oookay, hallo, Dunwulf! Ich hoffe,
es stört Euch nicht, wenn ich mich an Euch dranhänge? Nein? Gut,
denn Céastan mag mich nicht. Kann ich bei Euch bleiben? Bitte? Ich
verhalte mich auch ganz ruhig und störe Euch nicht bei der Arbeit,
ich kann mich selbst beschäftigen...“
Labels:
Céastan,
Der Duft des Grases im Wind,
Dunwulf,
Experiment,
Gedanken,
Leser,
Rohan,
Rohir,
Rýne,
Thainwyn,
The Lord of the Rings,
Vergleich
Donnerstag, 20. August 2015
Ratte vs. Schlange - Vergleich zwischen zwei Verrätern
Einige Gedanken über Wurmschwanz
Sicherlich fragen sich vielleicht
einige, weshalb ich nicht schon längst einen eigentlich recht
offensichtlichen Vergleich zwischen zwei Buchcharakteren gezogen habe
– nämlich zwischen dem Verräter Gríma Schlangenzunge aus dem
„Herrn der Ringe“ und dem Verräter Peter Pettigrew aus „Harry
Potter“.
Der Grund? Ganz einfach: Ich mag
Wurmschwanz nicht. Er ist der Typ von Buchfigur (beabsichtigt
oder nicht), die ich meiden und, wenn vor mir, mit dem Fuß und –
bloß nicht berühren! – einem angeekelten Gesichtsausdruck
am liebsten noch weiter wegschieben möchte, um ihn nicht ansehen zu
müssen.
„Weshalb?“, könnten jetzt einige
etwas verwundert fragen. „Du hast gesagt, du magst gerne Verräter,
weshalb gehört Pettigrew da nicht in die Kategorie derer, die du
magst und faszinierend findest, mit hinein?“
Fakt ist, dass ich es selbst nicht ganz
genau weiß. Ich weiß nur, dass mich beim Lesen von Szenen, wo er
(nicht als Ratte verwandelt) vorkommt ein Ekelschauer überläuft,
der nicht angenehm ist. Am liebsten würde ich die Szenen
überspringen, wenn diese nicht meist von Voldemort begleitet wären,
der viel zu faszinierend ist, als dass man ihn überspringen
könnte. Vielleicht wird dieser Essay? Abhandlung? Text? ein bisschen
Klarheit darauf werfen, weshalb ich so fühle.
Labels:
Auenland,
Gedanken,
Gríma,
Harry Potter,
Pettigrew,
Saruman,
Thainwyn,
The Lord of the Rings,
Tolkien,
Vergleich,
Voldemort
Abonnieren
Posts (Atom)