Achtung vor Spoilern!
"Hast du bereits die Witcher Serie gesehen?"
Ich: "Äh... nein. Bin bisher skeptisch gewesen und hatte noch nicht so wirklich die Ruhe und Geduld dazu. Dafür kann ich die erste Strophe plus Refrain von Jaskiers "Toss a coin to your Witcher" mitsingen und vollständig auf Klavier spielen. :D Toss a coin to your witcher, oh valley of plenty..."
Auch ich: *positiv überrascht von dem dichten Canon-Verlauf in Folge 1 mit dem Angriff von Nilfgaard auf Cintra*
Auch ich: *sitzt sehr begeistert vor dem Bildschirm und wedelt mit imaginären Fähnchen bei Folge 4 und ruft gedanklich "Woohoo, Duny! Go, Emhyr! Go, Emhyr! You can do it! Go, Emhyr!"*
Ich bin froh, die Bücher gelesen zu haben; ansonsten wäre ich wohl ziemlich verwirrt durch die ganzen Zeitsprünge...
Frohes neues Jahr an alle, und dabei dachte ich, das Jahr kann nur noch schlimmer werden! Vielleicht doch nicht.
Posts mit dem Label The Witcher werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label The Witcher werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 3. Januar 2020
Donnerstag, 22. Dezember 2016
Enttäuschende Antagonisten
In der letzten Zeit bin ich merkwürdig
enttäuscht von den Antagonisten, denen ich in der Literatur begegne.
Vielleicht liegt es aber auch an zu hoch geschraubten Erwartungen.
Zum einen wäre da Mr. Teatime
(Teh-ah-tim-eh! ausgesprochen) aus dem Roman „The Hogfather“ von
Terry Pratchett. So viele haben geschrieben, dass sie Teatime mögen
und dass er es schafft, ihnen Schauer über den Rücken laufen zu
lassen, weil er so offensichtlich wahnsinnig ist. Anfangs mochte ich
ihn auch noch, fand ihn einen interessanten Charakter.
Gegen Ende hat sich das zu einer
merkwürdigen Nüchternheit entwickelt, in der ich nur noch den Kopf
über ihn geschüttelt habe. Vielleicht, weil er nicht so gehandelt
hat, wie ich es erwartete. Vielleicht, weil ich das Haus der Zahnfee
so viel beeindruckender beschrieben und die Atmosphäre dichter und
an Stephen King erinnernd fand, dass Mr. Teatime auf einmal gar nicht
mehr so bedrohlich schien. Vielleicht bin ich da ähnlich wie die
Wache, die Teatime umbringt.
„‘Ah, I‘m glad you asked, I‘m
your worst nightmare!‘ said Teatime cheerfully.
The man shuddered.
‚You mean... the one with the giant
cabbage and the sort of whirring knife thing?‘
‚Sorry?‘ Teatime looked momemtarily
nonplussed.
‚Then you‘re the one where I‘m
falling, only instead of ground underneath it‘s all -‘
[...] ‚I‘m the one where this man
comes out of nowhere and kills you stone dead.‘
The guard grinned with relief. ‚Oh,
that one‘, he said. ‚But that one‘s not very -‘“ (S.
82)
Das Andere wären Prince Humperdinck
und Count Rugen aus dem Buch „The Princess Bride“ von William
Goldmann. Meine Mutter, die mir das Buch empfohlen hat, hatte mich
schon vorgewarnt, dass die dortigen Antagonisten schlimmer seien als
mein Lieblingsratgeber.
Nun, das ist auch nicht sonderlich
schwierig. Man schaue sich Saruman an, den ich als schlimmer empfinde
als Gríma, oder Sauron. Roose Bolton empfinde ich auch als schlimmer
als Gríma, Voldemort, Grindelwald, Tywin Lannister, Emhyr var
Emreis, Bonhart, Vilgefortz und viele andere sind weitaus schlimmere
Antagonisten als Gríma. Es ist ja auch nicht so, dass ich Gríma
mag, weil er sonderlich böse ist, sondern weil er gerade das nicht
ist und mehr im dunkelgrauen Bereich steht.
Doch kommen wir zurück zu Prince
Humperdinck. Im ersten Moment, als Humperdincks liebstes Hobby
erwähnt wurde (neben Kriege führen), nämlich jagen, fühlte ich
mich sofort an Ramsay Snow Bolton erinnert. Und
dieser Eindruck hat sich im Buch nur bestätigt, mit dem Unterschied,
dass Humperdinck tatsächlich ein bisschen mehr von der Serienversion
von Ramsay hat als von der Buchvorlage. Ein bisschen eine Mischung
aus Ramsay und Roose, denn Humperdinck ist trotz Allem fähig zu
strategischem Denken und Manipulation. Er ist ein guter Bösewicht,
der zwar unsympathisch bleibt, aber trotzdem eine gewisse Faszination
ausstrahlt, weil er eben so gut in seinem Hobby ist, dass er sogar
Kolibris, Geparde, Fledermäuse und Giftspinnen jagt.
Deshalb wirkt es ein bisschen schwach,
dass er sich am Ende durch eine Rede so sehr einschüchtern lässt.
Es wirkt, natürlich, und es ist origineller als das Übliche „Kampf
auf Leben und Tod“, aber doch enttäuschend.
Count Rugen ist ein Sadist, der sein
Leben der Erforschung des Schmerzes verschrieben hat. Er hat eine
Maschine gebaut, die einem das Leben aussaugt und dokumentiert seine
dort gefangenen Opfer munter. Eine Art Goldmann‘scher Mengele.
Aber auch dort – ja, er ist
unsympathisch, aber auch nicht mehr. Er bleibt blass für mich, er
weckt in mir keine Gefühle. (Ich habe mich immerhin im Laufe des
Buches über Humperdinck freuen und wütend auf ihn werden können.)
Selbst über sein Bestreben, Unsterblichkeit für seinen Namen als
Erfinder der Maschine zu erlangen, habe ich nur die Stirn runzeln
können. Vielleicht, weil er die Maschine nur an einem Hund und dann
an einem der Hauptcharaktere getestet hat.
Und wenn wir schon über literarische
Figuren reden, die Mengele ähneln – sollte man nicht Vilgefortz
erwähnen? Vilgefortz, der es geschafft hat, dass ich ihn erst sehr
interessant fand mit seiner sehr höflichen Art und ich später für
einen Moment entsetzt das Buch weglegen musste, als seine Experimente
zutage kamen?
Vielleicht habe ich tatsächlich meine
Erwartungen zu hoch geschraubt. Wenn ich bedenke, wen ich zuletzt als
wirklich guten Antagonisten empfunden habe, macht das auch vielleicht
Sinn – Sato aus dem Manga Ajin von Gamon Sakurai. Sato ist sehr
erfahren, weiß über seine Grenzen Bescheid und dehnt diese aus,
nutzt sie auf sehr kreative Weise und scheut sich nicht, Opfer zu
bringen. Ich bin gespannt, wie die Protagonisten wohl weiter gegen
ihn vorgehen werden.
Labels:
Ajin,
Andrzej Sapkowski,
Buch,
Sato,
Terry Pratchett,
The Princess Bride,
The Witcher
Samstag, 20. August 2016
Kurzgedanken über Verschiedenes, Teil 2
Kurzgedanken 2
Unterthemen: „Komik“, „Herr der Ringe“, „Skyrim“, „nordische-Mythologie-Loki“, „generelle Fantasy“, „eigene Fantasy“, ein bisschen „Cwideas“ und der „Hobbit“
Emotionale Spoiler! für das Buch ”The Amazing Maurice and his Educated Rodents” von Terry Pratchett werden vorkommen.
Unterthemen: „Komik“, „Herr der Ringe“, „Skyrim“, „nordische-Mythologie-Loki“, „generelle Fantasy“, „eigene Fantasy“, ein bisschen „Cwideas“ und der „Hobbit“
Emotionale Spoiler! für das Buch ”The Amazing Maurice and his Educated Rodents” von Terry Pratchett werden vorkommen.
Labels:
(Cwideas),
A song of ice and fire,
Gedanken,
Kultur,
Leser,
stuntfola,
Thainwyn,
The Lord of the Rings,
The Witcher,
Tolkien,
Wolkenschatten
Montag, 5. Oktober 2015
Und dann stürzte der weiße König
(Achtung, immense Spoiler zu
Kapitel 58 meiner Geschichte „Cwideas“. Riesengroße
Spoiler. Ich habe euch gewarnt, denn dies ist der Weg, der angelegt
wurde, um potentielle Leser, die noch nicht so weit vorgedrungen
sind, abzuschrecken. Beware of the sign that says: Weitere
Informationen. Many unknown dangers may lie ahead of this path,
some of them called: Spoilers.)
Labels:
Auenland,
Beutelsend,
Bild,
Cwideas,
Gríma,
Kapitel,
Kapitelanalyse,
Saruman,
schreibtechnisch gesehen,
spoiler,
stuntfola,
Thainwyn,
The Lord of the Rings,
The Witcher,
Tolkien
Dienstag, 28. Juli 2015
Verschwörungstheorien und bekannte Namen in falschen Büchern
Ich weiß, dass man überall
Verschwörungstheorien sehen kann. Mir ist gerade passiert, dass ich
zu einem Projekt den altenglischen Namen des Monats „November“
nachgeschaut habe.
Und habe dann erstmals etwas
fassungslos die Übersetzung angestarrt, ehe ich anfangen musste, zu
lachen, da das so ironisch war. Werter Herr Tolkien; ich frage mich,
ob das Absicht war. Sprachenbegabt war er ja und er hat mehr als
einmal Worte aus dem Altenglischen entlehnt. Möglich, dass das sogar
gewollt war.
Der Name des Monats lautet nämlich
„blótmónaþ“ und bedeutet „the month of sacrifice“.
Sacrifice.
Ich muss immer noch ein bisschen lachen, wenn ich da an Lobelia denke. Die arme Lobelia, und die armen Hobbits, die tatsächlich so viel geopfert haben.
Ich muss immer noch ein bisschen lachen, wenn ich da an Lobelia denke. Die arme Lobelia, und die armen Hobbits, die tatsächlich so viel geopfert haben.
Ja, ich würde sagen, meine Planung
passt sogar besser, als ich dachte.
Dazu kommt noch, dass ich mal wieder drei von Tolkiens Namen in anderen Büchern entdeckt habe und mich sehr darüber amüsiert habe.
Zwei davon tauchen in George R.R.Martins Büchern auf - nämlich einmal der Name Beren und einmal der Name Daeron. Lustigerweise ist Daeron sogar ein begabter Sänger der Night's Watch.
Und auch Andrzej Sapkowski hat von Tolkien geliehen - oder eher, CD Project Red. Der General von Eredin, dem König der titelgebenden "Wild Hunt" des dritten Teils der Spielereihe um den Witcher Geralt trägt den Namen Caranthir. Ich frage mich jetzt, ob wohl Fëanors andere Söhne wohl auch noch auftauchen werden...
Dazu kommt noch, dass ich mal wieder drei von Tolkiens Namen in anderen Büchern entdeckt habe und mich sehr darüber amüsiert habe.
Zwei davon tauchen in George R.R.Martins Büchern auf - nämlich einmal der Name Beren und einmal der Name Daeron. Lustigerweise ist Daeron sogar ein begabter Sänger der Night's Watch.
Und auch Andrzej Sapkowski hat von Tolkien geliehen - oder eher, CD Project Red. Der General von Eredin, dem König der titelgebenden "Wild Hunt" des dritten Teils der Spielereihe um den Witcher Geralt trägt den Namen Caranthir. Ich frage mich jetzt, ob wohl Fëanors andere Söhne wohl auch noch auftauchen werden...
Labels:
A Game of Thrones,
Altenglisch,
Andrzej Sapkowski,
Auenland,
Beutelsend,
Cwideas,
Gedanken,
George R.R. Martin,
Namen,
spoiler,
The Lord of the Rings,
The Witcher
Freitag, 22. Mai 2015
Der letzte Wunsch
Ich möchte eine kleine Buchempfehlung
aussprechen, die einige vielleicht erraten haben, da ich in der
letzten Zeit ständig darüber rede.
Nämlich den „Witcher“ von Andrzej
Sapkowski, insbesondere der erste Band „The last Wish“.
Labels:
A Game of Thrones,
Andrzej Sapkowski,
Empfehlung,
Geralt,
The Witcher
Donnerstag, 26. März 2015
Hexerhafte Inspiration
Manche werden vielleicht bemerkt haben, dass ich ab und zu in
meiner Geschichte „Der Duft des Grases im Wind“ Hintergrundmusik
von dem noch erscheinenden Spiel „The Witcher 3: The Wild Hunt“
verlinkt habe.
Dies hat einen Grund – nicht nur den,
dass ich finde, dass die Musik zu der Stimmung der jeweiligen Kapitel
passt.
Nein, es ist tatsächlich ein wenig die
Welt des „Witchers“, die mich fasziniert hat und die einen
kleinen Einfluss auf meine Geschichte nimmt. Ein großer Teil des
Spiels (welches ich selbst nie gespielt habe, ich spreche also nur
von dem, was ich darüber gehört und ein wenig gesehen habe) läuft
nämlich darauf hinaus, dass man Entscheidungen treffen muss, die in
einer recht düsteren, mittelalterlichen Welt stattfinden.
Und dies sind meist nicht solche
Entscheidungen wie „Wähle entweder das Schwert des Verschlingens
aus oder den Bogen der allmächtigen Schusskraft“, nein.
Nehmen wir mal ein Exempel: Geralt
(Hauptperson und Witcher/Hexer, gleichbedeutend mit Monsterjäger)
wurde vom Bürgermeister einer Stadt ausgeschickt, einen Troll zu
töten, der den Handel und den Verkehr der Brücke aufhält (denn
bekanntlich wohnen Trolle unter Brücken). Zudem gibt der Troll ein
schönes Kopfgeld, welches man sich abholen kann, wenn man den Kopf
als Beweis zurückbringt. Auf dem Weg zu besagter Brücke trifft man
auf einen Dorfbewohner, der von Kreaturen angegriffen wird. Man tötet
die Kreaturen recht leicht und redet dann mit dem Dorfbewohner, der
einem enthüllt, dass der Troll bisher eigentlich die Brücke sehr
gut instand gehalten und dafür nur ein wenig Wegzoll von den
Reisenden kassiert hat. Dann kommt jedoch das Problem: Der Troll hat
ein Alkoholproblem und verlangt nur noch nach Wodka, tut aber nichts
mehr. Der Dorfbewohner und auch der Dorfvorsteher bitten Geralt, dem
Troll nichts anzutun und ihm nur zu helfen, von seinem Alkoholproblem
wieder wegzukommen.
Und hier ist man also gezwungen, eine
Entscheidung zu treffen: Lässt man den Troll am Leben und hilft
somit den Bürgern? Oder erschlägt man den Troll und lässt die
Brücke Brücke sein und bekommt somit das Kopfgeld?
Wie man sich auch entscheidet, zieht
dies Konsequenzen nach sich, die ein mögliches Ende des Spiels
verändern.
Und dies versuche ich ein wenig, mit
meiner Geschichte zu erreichen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Rýne
irgendwann aktiv zwischen Leben und Tod einer Person entscheiden
muss, ist zwar nicht so groß... aber sie mag kommen, irgendwann. *g*
Ihr Weg ist trotz Allem mit dem „Herrn der Ringe“ verbunden, und
man mag manchen Figuren vorschnell gegenüber urteilen.
Ich möchte meine Leser dazu bringen,
über ihre Entscheidungen nachzudenken, Vor- und Nachteile abzuwägen
und nicht kopflos loslaufen und die Welt in Schwarz und Weiß
einzuteilen. Noch sind die Konsequenzen von Rýnes Entscheidungen
nicht so groß gewesen, (zudem Rýne nicht die Person ist, die die
großen, moralischen Entscheidungen wird treffen dürfen) doch das
mag sich noch ändern, im Laufe der Geschichte. Zum Teil, zumindest.
Wir werden sehen, was sich noch auf
ihrer Suche nach Dunwulf und ihrer Vergangenheit ergeben mag.
Abonnieren
Posts (Atom)