Dienstag, 19. Januar 2016

Dr. Lecter, Lord Bolton und Stephen King

Dr. Lecter überrascht mich doch immer wieder unvorbereitet.
Ich lese das „Schweigen der Lämmer“ jetzt zum dritten Mal (bzw. lese ich seit langer, langer Zeit endlich mal wieder weiter), und immer wieder fasziniert mich die Art, auf die Andere ihn im Roman analysieren, über ihn reden; die Art, auf die er auftritt.
Wenn ich über ihn lese, dann kommt in mir so eine Art gewisses Unbehagen auf. Man hat ein wenig das Gefühl, dass er gerade durch seine Höflichkeit, seine sehr zivilisierte, ruhige, überlegte Art etwas versteckt; ein Wesen versteckt, welches grausam ist und Freude am Leiden anderer Menschen hat. Womöglich kommt das, weil man weiß, dass er neun Menschen umbrachte. Womöglich, weil man weiß, dass er Psychiater war. Womöglich, weil man weiß, dass er nicht alles erzählt, was er weiß.

Eine etwas verständlichere Wahl

Wenn ich die Wahl hätte...

… zwischen einem etwas creepy wirkenden Mann, der zwar die Angewohnheit hat, ein bisschen überheblich auf mich herabzublicken, aber ansonsten sehr nett und freundlich zu mir ist und mir zudem auf einige dringende Fragen meinerseits Antworten geben kann,

… und einem Mann, dem es offensichtlich missfällt, mich beherbergen zu müssen, mich schon am Anfang verspottet hat, respektlos mit mir umgegangen ist, alles an ihm von Widerwillen spricht, wenn er in meiner Nähe ist, dazu auch noch ein etwas unangebrachtes, zweideutiges Angebot gemacht hat und der generell alle Fehler aufzeigt, die ich mache...


Oh. Gut, ich verstehe so Einiges besser.
„Oookay, hallo, Dunwulf! Ich hoffe, es stört Euch nicht, wenn ich mich an Euch dranhänge? Nein? Gut, denn Céastan mag mich nicht. Kann ich bei Euch bleiben? Bitte? Ich verhalte mich auch ganz ruhig und störe Euch nicht bei der Arbeit, ich kann mich selbst beschäftigen...“

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Wort für Wort

Ich habe nach langem Überlegen meine seit zwei Jahren gesammelte Wortliste auf meinen Blog gelegt. Schon seit langer Zeit, schon bevor ich die Projekte von Pooky entdeckt hatte, habe ich mir immer wieder gerne Herausforderungen für das Schreiben gestellt, und die Herausforderung, zu einem Wort, zu einem bestimmten Satz oder gar zu einem Liedtitel eine kleine Szene oder eine Geschichte zu schreiben, fand ich sehr toll. Und ich wollte gerne eine eigene Liste haben, mit eigenen Wörtern.
Letztendlich ist die Liste ein Geburtstagsgeschenk für eine Freundin geworden, und ich habe mich nicht recht getraut, sie anzufangen; aus dem einfachen Grund, weil ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich die Liste für eine Freie Arbeit, also mein Weltenbasteln, benutzen sollte, oder ob ich damit Fanfiktion schreiben sollte.
Von daher, weil ich einfach manche der Wörter toll finde, habe ich mich dazu entschlossen, sie hier auf meinen Blog zu stellen. Sie darf frei benutzt werden.

Ein kleines, schwarzes CD

Es ist schon etwas länger her, seit ich diesen kleinen Eintrag geschrieben habe, wie man am Datum sieht. Und ähnlich wie bei meinem "Zauberer können nicht sterben" bin ich wieder etwas überrascht, dass ich so emotional reagiert habe. Nun ja... was zwei kleine Buchstaben aussagen können.
Spoiler für die Leser von "Cwideas", insbesondere Kapitel 57/58.






16.11.2015

Sonntag, 13. Dezember 2015

Charakterskizzen

Mal wieder konnte ich nicht an mich halten und habe ein bisschen gezeichnt. Was ist daraus entstanden? Chibis. (Und eine Vollkörperzeichnung von stuntfola mit Umhang, aber die ist nicht als Chibi.)


Da hätten wir einmal Folcwita und Créofan aus meiner Geschichte "Cwideas":
 Créofan sieht nicht annähernd so böse aus, wie ich eigentlich wollte, aber nun ja. Zudem hat er, auf eine Weise, Ähnlichkeit zu Béoric, zumindest, wie ich ihn mir vorstelle. Womöglich wird stuntfola auch noch irgendwann dazukommen.
Und meine neueste Kreation: Dunwulf aus dem "Duft des Grases im Wind". Ich wusste erst nicht recht, wie ich ihn kleidungsmässig von einem der normalen Reiter Rohans unterscheiden sollte, denn schließlich gehört er nicht zu der Kavallerie, wie schon die ganzen Schriftrollen deutlich machen. Ich wollte eigentlich nicht von der eher praktisch orientierten rohirrischen Standardtracht abweichen (schließlich sollte er noch reiten können, ohne dauernd über den Saum seines Gewandes zu stolpern) und trotzdem eine eher etwas... edle Ausstrahlung haben. Also habe ich seinen Kragen einfach hochgeschlossen gezeichnet und dem Saum seiner Tunika einen etwas anderen Schnitt gegeben. Eigentlich sollten da noch Verzierungen dran, aber die habe ich vergessen. ^^'
Er hat sich zumindest zu einem sehr interessanten Charakter entwickelt (ha, als ob ich das nicht schon vorher gewusst hätte), und ich freue mich auf den weiteren Weg mit ihm. Danke, liebe Leser, für eure Entscheidungen. ^^


Alle Chibis werden wohl irgendwann noch coloriert werden (Folcwita hat schon Farbe bekommen). Mal sehen, wann ich dazu komme.

Samstag, 10. Oktober 2015

In Mittelerde, da ist gerade Gegensatztag...

Ich habe in der letzten Zeit ziemlich viele sehr lustige Verrisse gelesen. Und wollte das selbst einmal ausprobieren, und was würde sich da besser eignen als die eigene, allererste Fanfiktion?
Hier also der Link zum ersten Verriss, mit einer überaus egoistischen, paranoiden, Mordpläne schmiedenden und doch so vergesslichen Éowyn, einer Arwen, die verzweifelt versucht, die mörderischen Intentionen ihrer Freundin zu ignorieren und einer Rosi, die hauptsächlich für den Comic Relief zuständig ist und charakterlich mit nicht viel mehr als mit Komik zur Geschichte beiträgt. Die arme Elanor. Dazu kommen auch noch Rohans eckige Hügel, die grüne Gemeinsamkeit zwischen Ithilien und Rohan und ein Faramir, der sicherlich insgeheim erleichtert ist, einen Grund zu finden, seine Gemahlin wegzuschicken.

Wird wohl ab Mitte Dezember als MSTing auf ff.de hochgeladen werden.

1. Kapitel von grauenhaften, unvollendeten 21
2. Kapitel von grauenhaften, unvollendeten 21
3. Kapitel von unvollendeten 21
4. Kapitel von unvollendeten 21

Montag, 5. Oktober 2015

Die Sache mit den Orks

Und weil ich gerade nochmal das Drabble Die Sache mit den Orks von Súlime gelesen habe und wieder schmunzeln musste - mich würde ja eine Geschichte interessieren, die aus der Sicht der Orks spielt.

Stellen wir uns mal vor, dass eine Armee von Orks hat gerade zu wenig/keine Fledermäuse zur Hand, um die Sonne angemessen zu verdunkeln. Die müssten von vornherein erstmal ihre Route planen, mit vielen Wäldern/Höhlen zwischendrin, damit sie am Tag etwas haben, wo sie Unterschlupf suchen können, sollte der Himmel mal nicht bedeckt sein, was schließlich immer mal vorkommen kann. Dann müssten sie auch die Zeit einplanen, wie lange das ungefähr dauert, um zum Ziel zu kommen und mögliche Hindernisse mit einberechnen, ganz zu schweigen davon, dass sie auch noch Rüstung tragen und schwere Waffen und dann auch noch Vorräte und Wasser mitschleppen müssen...
Und dann stelle man sich auch noch einen Konflikt im D.Z. zwischen Uruk-hai, die ja schließlich die Sonne abkönnen, und Moriaorks vor, und wie die Moriaorks im Schatten ausharren, während die Uruk-hai draußen Runden laufen/Späher aussenden und alles mögliche organisieren, während die Moriaorks genervt von den Isengartern sind, weil die so angeberisch sind und sich selbst als etwas Besseres sehen... und die Uruk-hai sind genervt von den Moraiorks, weil die sie, ihrer Meinung nach, aufhalten. Oh ja, das würde toll sein, zu lesen.

Ach ja, ich weiß schon, weshalb ich das Kapitel "The Uruk-hai" zu einem meiner Lieblingskapitel zähle...

Und dann stürzte der weiße König


(Achtung, immense Spoiler zu Kapitel 58 meiner Geschichte „Cwideas“. Riesengroße Spoiler. Ich habe euch gewarnt, denn dies ist der Weg, der angelegt wurde, um potentielle Leser, die noch nicht so weit vorgedrungen sind, abzuschrecken. Beware of the sign that says: Weitere Informationen. Many unknown dangers may lie ahead of this path, some of them called: Spoilers.)

Sonntag, 27. September 2015

Mittwoch, 23. September 2015

Und was ist mit seinen Händen - äh, Augen?

Hm, zwar kein Schnitzer im klassischen Sinne, aber leider etwas, was mich effektiv davon abhält, das eine Kapitel fertigzustellen...
Also, da gibt es diesen einen Charakter, der gerade mitansehen musste, wie ein Anderer umgebracht wird. Prota will das nicht wahrhaben, verzweifelt, denkt sich Ausreden aus, weshalb der andere Charakter nicht tot sein kann und streitet mit sich selbst.
Und dann kommt dieser Satz:

Und was ist mit seinen Augen?

Und ich muss natürlich, nach einigem Überlegen, weshalb mir das so bekannt vorkommt, an „Lamas mit Hüten“ denken, und sofort tönt das: „Und seine Hände? Was ist mit seinen Händen, Karl?“ - „Ich – hab‘ sie gekocht und gegessen.“ - „Kaaaaaarl!“ durch meinen Kopf, und ich muss grinsen und kann das Kapitel nicht beenden, weil ich aus der Stimmung raus bin und das alles nicht mehr ernst nehmen kann.
Manchmal hasse ich Assoziationen.

Sonntag, 20. September 2015

Von Verzweiflung und ihren Folgen

Interessante Wendung. Wenn er verzweifelt ist, beginnt Gríma anscheinend, zu philosophieren und stuntfola hat des Öfteren das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Ich würde sagen, das ist eine schlechte Mischung der beiden Charaktere. :D

Und jetzt habe ich ein Bild im Kopf, in dem Gríma düster vor sich hin philosophiert von wegen "was hätte sein können" und "was wohl noch wird", während stuntfola so sehr unter Stress steht, dass ihr Gesicht langsam blau anläuft... und schließlich kippt sie um, Gríma wird da erst wieder auf sie aufmerksam und herrscht sie an, dass sie gefälligst nicht ohnmächig zu werden hat, wenn er redet. :D

Mittwoch, 16. September 2015

Die Offensichtlichkeit von Handlangern und weshalb ich daran verzweifele

Ich habe mir die erste Folge von „Gotham“ angeschaut und musste über etwas den Kopf schütteln. Nämlich über den Handlanger. (Spoiler ahead, Season 1, Episode 1!)

Dienstag, 1. September 2015

Todesserdienst

Re-read: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes


Im Moment bin ich (neben einigen anderen Büchern) dabei, den siebten Harry Potter Band noch einmal durchzulesen. Lange Pausen sind da leider zwischendurch mit einprogrammiert.
Mittlerweile habe ich das Kapitel 12, „Magic is Might“, durch, in dem Harry und Co. ihren Ministeriumsbesuch planen und herausfinden, dass Snape Schulleiter geworden ist.

Was mich jedoch im Kapitel mehr amüsiert hat, war der Anfang: Todesser, die das Haus bespitzeln und auf die Lücke zwischen Grimmauldplace Nummer 11 und 13 starren. Diese Beschreibung, wie einer von ihnen ab und an aufgeregt einen Satz nach Vorne macht, um dann gleich mit enttäuschtem Gesicht wieder zurückzufallen, hat mich doch sehr zum Kichern gebracht. (Man könnte sich wundern, dass sie sich dann eigentlich rein theoretisch doch umdrehen müssten, wenn sie nach Nummer 12 suchen – aber schließlich ist das London. Da haben die das nicht, dass gerade Hausnummern auf der einen, ungerade Hausnummern auf der anderen Straßenseite stehen.) 
Ich stelle mir dann immer unwillkürlich vor, wie sie sich leise untereinander unterhalten und sich über den Wachdienst beschweren. ^^ Oder auch darüber, dass sie das die ganze Nacht machen müssen.
Ich frage mich, ob sie sich nicht manchmal wünschen würden, sie hätten einen anderen Job. (Obwohl das natürlich immer noch der Alternative, gefoltert oder getötet zu werden, vorzuziehen ist...)

Donnerstag, 20. August 2015

Ratte vs. Schlange - Vergleich zwischen zwei Verrätern

Einige Gedanken über Wurmschwanz


Sicherlich fragen sich vielleicht einige, weshalb ich nicht schon längst einen eigentlich recht offensichtlichen Vergleich zwischen zwei Buchcharakteren gezogen habe – nämlich zwischen dem Verräter Gríma Schlangenzunge aus dem „Herrn der Ringe“ und dem Verräter Peter Pettigrew aus „Harry Potter“.
Der Grund? Ganz einfach: Ich mag Wurmschwanz nicht. Er ist der Typ von Buchfigur (beabsichtigt oder nicht), die ich meiden und, wenn vor mir, mit dem Fuß und – bloß nicht berühren! – einem angeekelten Gesichtsausdruck am liebsten noch weiter wegschieben möchte, um ihn nicht ansehen zu müssen.
„Weshalb?“, könnten jetzt einige etwas verwundert fragen. „Du hast gesagt, du magst gerne Verräter, weshalb gehört Pettigrew da nicht in die Kategorie derer, die du magst und faszinierend findest, mit hinein?“
Fakt ist, dass ich es selbst nicht ganz genau weiß. Ich weiß nur, dass mich beim Lesen von Szenen, wo er (nicht als Ratte verwandelt) vorkommt ein Ekelschauer überläuft, der nicht angenehm ist. Am liebsten würde ich die Szenen überspringen, wenn diese nicht meist von Voldemort begleitet wären, der viel zu faszinierend ist, als dass man ihn überspringen könnte. Vielleicht wird dieser Essay? Abhandlung? Text? ein bisschen Klarheit darauf werfen, weshalb ich so fühle.