Und hier eine kurze Szene, weil ich nicht glaube, dass ich bei
Ealdgewyrht da je hinkommen werde. Starring Paranoia, Geheimnisse,
Dunkelheit, fremd gewordene Bekannte und unangenehmes Schweigen. Ich mag das
Präsens. Und stuntfola übersetzt nicht ganz korrekt, weil sie natürlich keine
Ahnung hat.
Freitag, 10. September 2021
Hláfordswicans scua
Mittwoch, 12. Mai 2021
„Wo war Gondor, als die Westfold fiel?“ - Weshalb das eine blöde Idee war
„Wo war Gondor, als die Westfold fiel?“
Théoden: Und wer wird kommen? Elben? Zwerge? Wir sind glückloser mit unseren Freunden als Ihr. Unsere alten Bündnisse sind Geschichte.
Aragorn: Gondor wird helfen.
Théoden: Gondor?! Wo war Gondor, als die Westfold fiel?
-
- An sich eine gute Idee, aber… gerade Aragorn müsste ein bisschen mehr von den Entfernungen zwischen Gondor und Rohan wissen.
- Es dauert sechs Tage, um von Dunharg nach Minas Tirith zu kommen. Man muss das gesamte Gebirge umrunden, und dann hat man gerade mal eine Strecke hinter sich. Selbst mit Schattenfell, der unermüdlich laufen kann, brauchen Gandalf und Pippin drei Tage. Verdoppelt man das, hat man 6 - 12 Tage. Und das setzt voraus, dass Gondor eine Armee kampfbereit (im Kühlschrank) stehen hat, um sofort bei der Ankunft des Boten aufbrechen zu können.
- Wie genau stellt Herr Aragorn sich das also vor, hm? Sarumans Orks kommen bei Einbruch der Nacht an, in den Büchern sind sie sogar bereits fast da. Natürlich hätte sich in der Theorie Helms Klamm weitaus länger als 12 Tage verteidigen lassen, demnach wäre das Hoffen auf Verstärkung aus Gondor sinngemäß gewesen. (Und wäre das nicht eine nette Parallele zum dritten Teil, in dem Rohan Gondor im letzten Moment zu Hilfe kommt?) Ich weiß gerade noch nicht einmal, ob in den Büchern die Möglichkeit, Gondor zu Hilfe zu holen, betrachtet wird oder ob das gleich als irrsinnig abgetan wird.
- Und davon mal abgesehen… in der Praxis wird der Klammwall von Saruman gesprengt, und am Morgen wäre Rohan verloren gewesen. „When all men were dead“, hm? 12 Tage wären definitiv viel zu lange gewesen.
- Die Schuld ist also nicht etwa Théoden zu Füßen zu legen, sondern eher Aragorn, denke ich.
Freitag, 7. Mai 2021
Cwideas hat heute Geburtstag, zur Feier des Tages erscheint die sehr spontane Fortsetzung Ealdgewyrht als AU.
Hurra. :)
Sonntag, 14. März 2021
Ha, und es ist... so an die sechs Jahre her, aber ich habe endlich das Gespräch zwischen Krähenfuß und Gríma in Kapitel 36 von Cwideas auf Altenglisch übersetzt! Hurra. Es ist vollbracht, nach all den Jahren.
Donnerstag, 4. März 2021
Die Sache mit dem Thema
Bei „Schatten einer weißen Rose“ war es: „Was wäre, wenn Éowyn und Faramir es mit einem Verräter zu tun hätten, der nicht durch sein Aussehen gleich suggeriert, dass er ein Verräter ist? Was, wenn Gríma noch am Leben wäre und auf Éowyn treffen und sie dadurch gezwungen wäre, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen?“
Bei „Dunkles Fell“ war es: „Was wäre, wenn ein Geist in einem Pferd eingesperrt wäre, seine neuen Reiter dies jedoch nicht wissen und sie sich auf die Suche machen müssen? Huh, Mystery!“
Bei den „Herren des Schneeborn“ war es: „Was ist eigentlich die Hintergrundgeschichte von Céadwyn und Lacred? Wie ist Lacred Fürst geworden? Ich mag die beiden, die möchte ich näher kennenlernen.“
Bei „Denn Worte sind Macht“ war es: „Wie lange dauert es, eine starke Persönlichkeit zu brechen? Wie viel Dunkelheit und Einsamkeit kann jemand aushalten, ohne wahnsinnig zu werden oder doch irgendwann Stockholm Syndrom zu entwickeln? Und wenn dies glückt, wie ist die Reaktion der anderen darauf, die die frühere Version dieser Gestalt kannten? Wie reagieren sie darauf, jemand derartig Gebrochenen zu sehen?“
Trotzreaktion: „Ich ärgere mich immens über Éowyns Charakter, warum will sie sterben, verdammt? Weshalb wird es immer so dargestellt, als ob sie erst mit dem Aufnehmen des Schwertes ein starker Charakter wird? Sie war das auch schon vorher! Außerdem ist Gríma noch viel schlimmer als gedacht!“
Beim „Duft des Grases im Wind“ war es: „Was ist eigentlich mit den Wulfingas und dem Rassismus, dem sie ausgesetzt sind?“
Trotzreaktion: „Die Eorlingas sind auch nicht alle so edel, wie sie aussehen mögen und haben jahrelang Minderheiten gejagt und getötet. … und was ist eigentlich mit Grímas Eltern?“
Bei „Cwideas“ war es: „Weshalb werden die ganzen Mary-Sues immer von Elben oder allgemein den Guten mitgenommen? Oder gleich von Sauron? Gibt es kein Mittelmaß? Und die ganzen Leute, die munter andere Personen retten, ohne, dass es Konsequenzen gäbe? Außerdem sind nicht alle Personen, die einen retten, gleich nett.“
Trotzreaktion: „Konsequenzen, verdammt! Er wird sterben und sie muss damit leben und wird merken, dass seine Gesellschaft nicht gut war! Stockholm Syndrom existiert, und emotionale Abhängigkeit, selbst mit einem noblen Ziel, ist nicht immer gut.“
Freie Arbeiten:
Bei „Wolkenschatten“ ist es: „… keine Ahnung. Grauschattierungen? Falsche Ansichten und Missverständnisse auf beiden Seiten? Manchmal werden grausame Maßnahmen vorgenommen, die jedoch notwendig sind, und manche Leute missverstehen das und sagen gleich, dass alle böse sind und man dagegen vorgehen muss?“
Ich glaube, ich habe das Problem gefunden, weshalb ich da nicht weiterkomme, obwohl die Charaktere vertraut sind.
Bei „Hrynja“, aka „Ekkimár“ und „Hvat þeira varð eptir“, war es wiederum einfach: „SCHULD!“
Trotzreaktion: „Mir geht langsam das melodramatische Gejammere auf die Nerven. Habt Hoffnung, verdammt.“
Dienstag, 5. Januar 2021
Was tun Zauberer nach dem Krieg?
Was tun all diese allmächtigen Zauberer nach dem Krieg? Ziehen sie sich in ihre Türme zurück, setzen sich wieder an ihre staubigen Bücher, um noch mehr Zaubersprüche zu lernen, die Menschen auf grausame Weise töten können? Setzen sie ihre Zaubersprüche zum Wohl der Gemeinschaft ein? Und wie setzt man überhaupt einen brennenden Kometen zum Wohl der Gemeinschaft ein, wie einen Blitz?
Ich schätze, ich möchte gerne mehr Nachkriegsgeschichten im Fantasybereich lesen, weil… muss immer ein großer Krieg drohen? Was, wenn die große Schlacht bereits geschlagen ist und man sich nun bemühen muss, den Frieden zu halten? Nach all den Schlachten lernen muss, den Frieden zu finden?
Mag vielleicht langweilig klingen (keine Schlachten, keine epischen Kämpfe, kein böses Etwas, das besiegt werden muss?? Oh nein!), aber ich fände das interessant.
Mittwoch, 9. Dezember 2020
Anbei ein Link zu einem immens guten tumblr-post, natürlich Tolkien-zentriert. Amdir vs. estel - two kinds of hope
Der Post dreht sich primär um den Kontrast zwischen Aragorn, Denethor und Sam, erwähnt aber auch die anderen Charaktere. Kurz gesagt: Estel, die Hoffnung des Glaubens, irrational und wird oft als närrisch abgetan, ist aber im Grunde, selbst in vollkommener Dunkelheit... trotzdem weiterzugehen. (Pfade der Toten, eh? Wobei Schicksalsberg wohl besser passt, rein technisch gesehen.)
Wohingegen amdir eine rationale Hoffnung ist, kalkuliert, weitblickend, vorhergesehen. Amdir ist auch Teil des Wortes Palantír, von daher die Erklärung mit Denethor, der ein sehr gutes Beispiel dafür ist. (Saruman ist natürlich auch nicht außer Acht zu lassen (und die ides, natürlich), aber vielleicht schreibe ich irgendwann selbst nochmal etwas darüber. In ein paar Jahren, oder so. Kein Wunder, dass der Zauberer zu meinen Lieblingsfiguren zählt.)
In den dunklen Zeiten ist das zumindest eine nette Erinnerung an eine der Essenzen von Tolkiens Schriften.
Sonntag, 8. November 2020
Sehr lustig, Vampyr... gerade dem Patienten, der depressiv und suizidgefährdet ist, den Namen "Mortimer" zu geben...
Mittwoch, 14. Oktober 2020
Bescheuerte Internet-Funde, Teil 1
Natürlich mit dem Thema "Herr der Ringe", von daher... Etymologie und GoT-Fails.
Ein Post zeigt GIFs mit dem Titel "Lord of the Rings: Place names and their meanings".
The Shire: old english: 'scír' meaning 'district under a govenor' - stimmt, soweit ich das sehen kann.
Rivendell: old english: riven (split, cloven) + dell (valley) - stimmt ebenfalls
Minas Tirith: sindarin: 'tower of the guard'
Edoras: sindarin: horse-country
... was? Warte, bitte was? Sindarin? Natürlich; bei dem Volk, welches keinen oder kaum Kontakt zu Elben hatte, nehmen sie die Sindarin-Bedeutung des Namens. (Klar, Gondor war da, aber trotzdem...) Altenglisch? Bei den Eorlingas, die im Buch eine Form des Altenglischen sprechen? Neeeeein, der Name muss Sindarin sein!
Edoras: Altenglisch: 'Hecke, Gehege, Einfassung, Wohnung, Gegend, Bezirk'. Wird eodor geschrieben, auch edor, und die germanische Ursprungsvariante lautet wahrscheinlich *ediraz.
Wahrscheinlich wurde das mit "Rohan" verwechselt, welches vom Sindarin rochand kommt ('roch - Pferd + (i)an - Land) und in der gondorischen Aussprache anscheinend das ch zu einem h geworden ist. Ha. Rohan mit Edoras verwechseln.
Recherche ist nicht der Name eines Valar.
***
Ein weiteres, etwas verwirrendes, aber unterhaltsames GIF zeigt Legolas, der am Orthanc der SEE einen Pfeil an seinen Bogen legt, nachdem Gríma den Zauberer anspringt, um ihn umzubringen.
Der Text unter den GIFs?
Random Legolas Greenleaf moments:
His preparation and release of an arrow against Greyworm in the White Tower
Es darf gelacht werden. Ich habe dies zumindest etwas ungläubig getan. Ah ja, wer kennt nicht Greyworm, treuer Berater von Daenerys Targaryen, Mutter der Drachen, die in Elostírion, dem höchsten der Weißen Türme oben im Norden Mittelerdes ihren Sitz hat... ich meine, der hat schließlich auch einen Palantír. Einen nutzlosen Palantír, den man nicht lenken kann, weil der nur über das Meer starrt, aber immerhin ein Palantír.
Dienstag, 13. Oktober 2020
Montag, 28. September 2020
„My lady, you are fair and brave and have much to live for and many who love you.“
Wft, Merry, just let her ride on her suicidal mission and let her die in peace. (Not to say that the whole thing isn't stupid, but… well.)
Blogeintrag folgt, womöglich, weil ich die ganze Dernhelm-Lösung in den Filmen nicht mag.
Mittwoch, 16. September 2020
A shadow passed over Saruman's face; then it
whent deathly white. Before he could conceal it, they saw through the
mask the anguish of a mind in doubt, loathing to stay and dreading to
leave.
Sonntag, 13. September 2020
... Zitateliste steht. Außerdem habe ich die Metagespräche nochmal aktualisiert.
Edit: Und oben ist jetzt auch nochmal für jene, die ein zufälliges Zitat zugeteilt bekommen wollen, eine Frageseite. Dort kann man eine Nummer von 1 - 1451 schreiben und ich teile dann in der Antwort das Zitat mit. ... weil mir aufgefallen ist, dass es ansonsten schwierig werden könnte, Zitate wirklich zu ziehen. Hm.
EditEdit(h): Und nachdem ich festgestellt habe, dass ask nicht mehr zulässt, dass unregistrierte Leute Fragen stellen... war das alles vielleicht ohnehin sinnlos. Wie dem auch sei; wer ein Zitat haben möchte, kann mich mit einer Zahl anschreiben oder sich selbst mit einem random-generator eine machen.
Samstag, 12. September 2020
Zitateliste
Besteht Interesse an der Zitateliste? Entweder als gesammelte Seite oder nach dem "gib mir eine Zahl und ich gebe ein Zitat"-Prinzip? (Ich habe zwei Listen: Eine mit den gesamten Zitaten aus Büchern, eine mit nur den Dialogzeilen. Dort habe ich tatsächlich auch Dialogzeilen aus Computerspielen oder Serien mit aufgenommen.)
Sonntag, 16. August 2020
FF vs. FA
Manchmal vermisst du es, Fanfiktion zu schreiben.
Die Dinge waren viel einfacher, als du es noch getan hast; du musstest nicht so sehr auf Kontinuität achten, noch nicht so sehr auf die Hintergründe im Text. (Du hast es trotzdem getan, weil es Spaß machte, und weil sich daraus schnell neue Charakterfacetten oder gar Plots bildeten. (Krähenfuß und Céne, zum Beispiel.)) Es war mit einer gewissen Leichtigkeit verbunden – die Gewissheit, dass du dich ganz auf den Charakter konzentrieren konntest und Fehler nun mal passierten. Die Gewissheit, dass du einfach die Geschichte abbrechen konntest, wenn sie dir nicht mehr gefiel.
Jetzt ist diese
Leichtigkeit auf einmal verschwunden. Du liest zu viel darüber, dass
Autoren für ihre Werke angefeindet werden, wie diese
auseinandergenommen und bis in das kleinste Detail auf Feminismus,
Diversität, Kontinuität, historische/geographische/charakterliche
Logik, übergeordnetes Thema analysiert werden.
Du sagst dir zwar,
dass das eigentlich nichts geändert hat; Kritik ist schließlich
willkommen und du schreibst hauptsächlich für dich. Und doch… und
doch…
Du ertappst dich
immer wieder dabei, bei einer Szene innezuhalten, einen Schritt
zurückzutreten und dich zu fragen: „Wie würde ein Leser diese
Figur sehen? Würde sie zu klischeehaft herüberkommen? Tappe ich
hiermit in eine Falle?“
Und dann: „Was sagt das über dich selbst aus? Was sehen fremde Menschen zwischen den Zeilen, was Menschen, die du kennst (kanntest)? Wie viel von dir selbst ist dir gelungen, zu verstecken? Wie viel ist sichtbar? Wie viel ist unbewusst in den Text mit eingeflossen?“
Solche Fragen
hindern am Schreiben, ermüden, wecken Paranoia. Dabei sollte das
egal sein; es ist der erste Entwurf, der sich noch ändern
kann. Deshalb möchtest du schließlich Rückmeldung: Um dich zu
verbessern.
Noch eine
frustrierende Sache ist, dass gerade die Geschichte, die du jahrelang
geplant hast, im Nachhinein so, so viel klischeehafter ist als das,
was du in deinen emotionalen fünf Minuten heruntergeschrieben hast.
Niemand erwartet,
dass der erste Entwurf ganz am Anfang gleich perfekt ist.
Niemand,
außer dir selbst.
Um nicht von dem Fakt zu sprechen, dass es sich bei der momentanen Situation mit Diktatoren in verschiedensten Ländern und der allgemeinen Kritik an Regierungen irgendwie falsch anfühlt, über eine Regierung zu schreiben, die aus Verzweiflung, Unwissen und guten Absichten heraus einige verzweifelte Entscheidungen getroffen hat und nun irgendwie mit den Konsequenzen zurechtkommen muss… aber deshalb nicht automatisch böse ist. (Weil Geschichten immer ein Spiegel der Gesellschaft sein müssen.) Grauzonen sind nicht nur Protagonisten reserviert, sondern auch für Regierungen, verdammt, und meist hängt da einfach so viel mehr mit drin als einfach die Entscheidungen von korrupten, geldgierigen Machthabern. (Weshalb hätte ich sonst Aschenklinge geschrieben?)
Nicht, dass ich behaupten würde, dass solche Leute nicht existieren (es existieren genug), aber wenn der fünfzehnte König ein geldgieriger Monarch ist, der seine Untertanen ausbeutet weil... Gründe, wir brauchen einen Antagonisten, gegen den wir uns auflehnen können, dann ist das schon etwas ermüdend.
Ich will schlafen.