Kurzgedanken, Teil 6
„My lady, you are fair and brave and have much to live for and many who love you.“
Wft, Merry, just let her ride on her suicidal mission and let her die in peace. (Not to say that the whole thing isn't stupid, but… well.)
Blogeintrag folgt, womöglich, weil ich die ganze Dernhelm-Lösung in den Filmen nicht mag.
A shadow passed over Saruman's face; then it
whent deathly white. Before he could conceal it, they saw through the
mask the anguish of a mind in doubt, loathing to stay and dreading to
leave.
... Zitateliste steht. Außerdem habe ich die Metagespräche nochmal aktualisiert.
Edit: Und oben ist jetzt auch nochmal für jene, die ein zufälliges Zitat zugeteilt bekommen wollen, eine Frageseite. Dort kann man eine Nummer von 1 - 1451 schreiben und ich teile dann in der Antwort das Zitat mit. ... weil mir aufgefallen ist, dass es ansonsten schwierig werden könnte, Zitate wirklich zu ziehen. Hm.
EditEdit(h): Und nachdem ich festgestellt habe, dass ask nicht mehr zulässt, dass unregistrierte Leute Fragen stellen... war das alles vielleicht ohnehin sinnlos. Wie dem auch sei; wer ein Zitat haben möchte, kann mich mit einer Zahl anschreiben oder sich selbst mit einem random-generator eine machen.
Besteht Interesse an der Zitateliste? Entweder als gesammelte Seite oder nach dem "gib mir eine Zahl und ich gebe ein Zitat"-Prinzip? (Ich habe zwei Listen: Eine mit den gesamten Zitaten aus Büchern, eine mit nur den Dialogzeilen. Dort habe ich tatsächlich auch Dialogzeilen aus Computerspielen oder Serien mit aufgenommen.)
Manchmal vermisst du es, Fanfiktion zu schreiben.
Die Dinge waren viel einfacher, als du es noch getan hast; du musstest nicht so sehr auf Kontinuität achten, noch nicht so sehr auf die Hintergründe im Text. (Du hast es trotzdem getan, weil es Spaß machte, und weil sich daraus schnell neue Charakterfacetten oder gar Plots bildeten. (Krähenfuß und Céne, zum Beispiel.)) Es war mit einer gewissen Leichtigkeit verbunden – die Gewissheit, dass du dich ganz auf den Charakter konzentrieren konntest und Fehler nun mal passierten. Die Gewissheit, dass du einfach die Geschichte abbrechen konntest, wenn sie dir nicht mehr gefiel.
Jetzt ist diese
Leichtigkeit auf einmal verschwunden. Du liest zu viel darüber, dass
Autoren für ihre Werke angefeindet werden, wie diese
auseinandergenommen und bis in das kleinste Detail auf Feminismus,
Diversität, Kontinuität, historische/geographische/charakterliche
Logik, übergeordnetes Thema analysiert werden.
Du sagst dir zwar,
dass das eigentlich nichts geändert hat; Kritik ist schließlich
willkommen und du schreibst hauptsächlich für dich. Und doch… und
doch…
Du ertappst dich
immer wieder dabei, bei einer Szene innezuhalten, einen Schritt
zurückzutreten und dich zu fragen: „Wie würde ein Leser diese
Figur sehen? Würde sie zu klischeehaft herüberkommen? Tappe ich
hiermit in eine Falle?“
Und dann: „Was sagt das über dich selbst aus? Was sehen fremde Menschen zwischen den Zeilen, was Menschen, die du kennst (kanntest)? Wie viel von dir selbst ist dir gelungen, zu verstecken? Wie viel ist sichtbar? Wie viel ist unbewusst in den Text mit eingeflossen?“
Solche Fragen
hindern am Schreiben, ermüden, wecken Paranoia. Dabei sollte das
egal sein; es ist der erste Entwurf, der sich noch ändern
kann. Deshalb möchtest du schließlich Rückmeldung: Um dich zu
verbessern.
Noch eine
frustrierende Sache ist, dass gerade die Geschichte, die du jahrelang
geplant hast, im Nachhinein so, so viel klischeehafter ist als das,
was du in deinen emotionalen fünf Minuten heruntergeschrieben hast.
Niemand erwartet,
dass der erste Entwurf ganz am Anfang gleich perfekt ist.
Niemand,
außer dir selbst.
Um nicht von dem Fakt zu sprechen, dass es sich bei der momentanen Situation mit Diktatoren in verschiedensten Ländern und der allgemeinen Kritik an Regierungen irgendwie falsch anfühlt, über eine Regierung zu schreiben, die aus Verzweiflung, Unwissen und guten Absichten heraus einige verzweifelte Entscheidungen getroffen hat und nun irgendwie mit den Konsequenzen zurechtkommen muss… aber deshalb nicht automatisch böse ist. (Weil Geschichten immer ein Spiegel der Gesellschaft sein müssen.) Grauzonen sind nicht nur Protagonisten reserviert, sondern auch für Regierungen, verdammt, und meist hängt da einfach so viel mehr mit drin als einfach die Entscheidungen von korrupten, geldgierigen Machthabern. (Weshalb hätte ich sonst Aschenklinge geschrieben?)
Nicht, dass ich behaupten würde, dass solche Leute nicht existieren (es existieren genug), aber wenn der fünfzehnte König ein geldgieriger Monarch ist, der seine Untertanen ausbeutet weil... Gründe, wir brauchen einen Antagonisten, gegen den wir uns auflehnen können, dann ist das schon etwas ermüdend.
Ich will schlafen.
A/N: Ein sehr, sehr alter OS,
den ich nach Jahren endlich fertiggestellt habe. Mir fehlt die Motivation, ihn hochzuladen, und da ein Teil schon damals auf diesem Blog war... warum also nicht? Vielleicht wird irgendwann auch stuntfolas "Ein Jahr in 100 Worten"-Beitrag hier auf dem Blog erscheinen.
Viel Spaß beim Lesen! :)
Sie blickte sich
hilflos um. „Ich weiß nicht, wo ich bin“, sagte sie mit bebender
Stimme. „Ich weiß auch nicht, wie ich hierher gekommen bin und wo
ich bleiben soll. Könnten Sie vielleicht -“
„Dich aufnehmen?“ Der Mann, der sie vor wenigen Minuten gefunden hatte, lächelte auf
sie herab. „Natürlich. Ich war ohnehin gerade auf dem Weg nach
Hause.“
Das Mädchen stutzte. „Ähm -“ begann sie wachsam, „ich meinte eigentlich,
ob -“
„Du kannst mir
vertrauen“, sagte der Mann mit warmer Stimme. „Vor mir brauchst
du keine Angst zu haben, ich werde dir nichts tun, und du hast mir
geholfen. Ich bin dir was schuldig. Komm, ich wohne nicht weit weg,
und wir haben ein Gästezimmer frei.“ Und er drehte sich um und
ging ein paar Schritte, ehe er merkte, dass sie ihm nicht folgte.
„Ich wollte Sie
eigentlich nach dem Weg zur nächsten Polizeistation
fragen“, stieß das Mädchen hervor, welches nun die Arme
verschränkt hatte.
„Aber der Weg zu
mir ist kürzer“, erwiderte der Mann, der nun leicht verdutzt
schien. „Komm schon, ich will dir nichts Böses. Bei uns hast du
Essen und ein Dach über dem Kopf. Und du kannst bei uns so lange wie
nötig bleiben.“
„Ich möchte
lieber so schnell wie möglich nach einem Weg nach Hause su -“
„Du brauchst
wirklich keine Angst vor mir zu haben.“ Der Mann lachte leise. „Ich
werde dich schon nicht fressen. Aber gut: Wenn du wirklich
lieber allein in einer dir fremden Stadt umherirren möchtest,
ist das deine Sache. Ich stelle mich da nicht gegen deine
Entscheidung.“
Na? Hat es jemand
erkannt?
Das hier ist im
Grunde das Gespräch zwischen Aragorn und Marotte, etwas weiter
ausgeführt, aus Kapitel zwei von Waldläufer im Weltenwandel,
nur mit vertauschten Rollen. Um
zu erklären, weshalb das so auf mich wirkte.
Das
hier habe ich noch einmal zur Verdeutlichung geschrieben, wie
gruselig Marotte herüberkommt, und weshalb ich den Satz „du kannst
mir vertrauen“ von im Grunde fremden Personen hasse.
Vertrauen
ist etwas, das man freiwillig gibt
– niemand hat das Recht, sich herauszunehmen, Vertrauen
einzufordern.
Und Leute, die Vertrauen
einfordern
wollen und dann beleidigt reagieren, wenn man es nicht gibt,
sind ohnehin Menschen, denen man lieber aus dem Weg gehen sollte.
Es will schon etwas heißen, wenn ich Marotte gedanklich mit Gríma vergleiche.
Ich möchte wirklich Vaseline zurück. Die war zwar allmächtig, aber wenigstens nicht so gruselig wie Marotte. Marotte macht einen nur immens angewidert und wütend und sehr, sehr müde.
Ich habe mir gerade
vor ein paar Jahren auf einer Seite die „30 bösesten Zitate aus
Büchern“ angeschaut. Ich gebe zu, ich habe nur reingeschaut, weil
„Silence of the lambs“ als Vorschau war und ich neugierig war,
welches Zitat sie da wohl wählen würden.
Ich habe nicht mit Saruman gerechnet. Ich habe wirklich nicht mit Saruman gerechnet; vor Allem nicht mit Saruman, der auch noch solch ein Zitat abgibt.
Wie kommt es, dass Altenglisch manchmal einfach so… niedlich im Vergleich zu „neuem“ Englisch aussieht?
Ich habe wieder ein paar Lieblingswörter gefunden, die beinahe… tollpatschig wirken:
náþing – Nichts – nothing
hyrs – Pferd – horse
cláþ – Kleidung – clothes
lýtel – klein – little
hám – Heim – home
stán – Stein - stone
Ich bin gerade insbesondere ein Fan von „hyrs“. :D „Hü-hott, hyrs!“
Und der Klassiker:
orc - 1. Hölle
- 2. Gefäß für Fisch