A/N: Ein sehr, sehr alter OS,
den ich nach Jahren endlich fertiggestellt habe. Mir fehlt die Motivation, ihn hochzuladen, und da ein Teil schon damals auf diesem Blog war... warum also nicht? Vielleicht wird irgendwann auch stuntfolas "Ein Jahr in 100 Worten"-Beitrag hier auf dem Blog erscheinen.
Viel Spaß beim Lesen! :)
Donnerstag, 13. August 2020
Wællac
Montag, 10. August 2020
Vertrauen ist nicht zum Einfordern gedacht!
Sie blickte sich
hilflos um. „Ich weiß nicht, wo ich bin“, sagte sie mit bebender
Stimme. „Ich weiß auch nicht, wie ich hierher gekommen bin und wo
ich bleiben soll. Könnten Sie vielleicht -“
„Dich aufnehmen?“ Der Mann, der sie vor wenigen Minuten gefunden hatte, lächelte auf
sie herab. „Natürlich. Ich war ohnehin gerade auf dem Weg nach
Hause.“
Das Mädchen stutzte. „Ähm -“ begann sie wachsam, „ich meinte eigentlich,
ob -“
„Du kannst mir
vertrauen“, sagte der Mann mit warmer Stimme. „Vor mir brauchst
du keine Angst zu haben, ich werde dir nichts tun, und du hast mir
geholfen. Ich bin dir was schuldig. Komm, ich wohne nicht weit weg,
und wir haben ein Gästezimmer frei.“ Und er drehte sich um und
ging ein paar Schritte, ehe er merkte, dass sie ihm nicht folgte.
„Ich wollte Sie
eigentlich nach dem Weg zur nächsten Polizeistation
fragen“, stieß das Mädchen hervor, welches nun die Arme
verschränkt hatte.
„Aber der Weg zu
mir ist kürzer“, erwiderte der Mann, der nun leicht verdutzt
schien. „Komm schon, ich will dir nichts Böses. Bei uns hast du
Essen und ein Dach über dem Kopf. Und du kannst bei uns so lange wie
nötig bleiben.“
„Ich möchte
lieber so schnell wie möglich nach einem Weg nach Hause su -“
„Du brauchst
wirklich keine Angst vor mir zu haben.“ Der Mann lachte leise. „Ich
werde dich schon nicht fressen. Aber gut: Wenn du wirklich
lieber allein in einer dir fremden Stadt umherirren möchtest,
ist das deine Sache. Ich stelle mich da nicht gegen deine
Entscheidung.“
Na? Hat es jemand
erkannt?
Das hier ist im
Grunde das Gespräch zwischen Aragorn und Marotte, etwas weiter
ausgeführt, aus Kapitel zwei von Waldläufer im Weltenwandel,
nur mit vertauschten Rollen. Um
zu erklären, weshalb das so auf mich wirkte.
Das
hier habe ich noch einmal zur Verdeutlichung geschrieben, wie
gruselig Marotte herüberkommt, und weshalb ich den Satz „du kannst
mir vertrauen“ von im Grunde fremden Personen hasse.
Vertrauen
ist etwas, das man freiwillig gibt
– niemand hat das Recht, sich herauszunehmen, Vertrauen
einzufordern.
Und Leute, die Vertrauen
einfordern
wollen und dann beleidigt reagieren, wenn man es nicht gibt,
sind ohnehin Menschen, denen man lieber aus dem Weg gehen sollte.
Es will schon etwas heißen, wenn ich Marotte gedanklich mit Gríma vergleiche.
Ich möchte wirklich Vaseline zurück. Die war zwar allmächtig, aber wenigstens nicht so gruselig wie Marotte. Marotte macht einen nur immens angewidert und wütend und sehr, sehr müde.
Mittwoch, 5. August 2020
Saruman, die böse Fee
Ich habe mir gerade
vor ein paar Jahren auf einer Seite die „30 bösesten Zitate aus
Büchern“ angeschaut. Ich gebe zu, ich habe nur reingeschaut, weil
„Silence of the lambs“ als Vorschau war und ich neugierig war,
welches Zitat sie da wohl wählen würden.
Ich habe nicht mit Saruman gerechnet. Ich habe wirklich nicht mit Saruman gerechnet; vor Allem nicht mit Saruman, der auch noch solch ein Zitat abgibt.
Dienstag, 4. August 2020
König ohne Ahnung von seinem Königreich
„Wie sieht es in Gondor aus?“
Donnerstag, 30. Juli 2020
Lieblingswörter im Altenglischen
Wie kommt es, dass Altenglisch manchmal einfach so… niedlich im Vergleich zu „neuem“ Englisch aussieht?
Ich habe wieder ein paar Lieblingswörter gefunden, die beinahe… tollpatschig wirken:
náþing – Nichts – nothing
hyrs – Pferd – horse
cláþ – Kleidung – clothes
lýtel – klein – little
hám – Heim – home
stán – Stein - stone
Ich bin gerade insbesondere ein Fan von „hyrs“. :D „Hü-hott, hyrs!“
Und der Klassiker:
orc - 1. Hölle
- 2. Gefäß für Fisch
Freitag, 24. Juli 2020
Herr der Ringe-Zitate, die einem in den unpassendsten Momenten in den Sinn kommen
Freitag, 10. Juli 2020
"Warte... Stimmungsumhang, Schuldschild, Freikatze... jup, hab' alles."
Mittwoch, 17. Juni 2020
Von Krüppeln und Prothesenbauern
Wie komme ich gerade jetzt darauf? Natürlich über ein Spiel.
„Fools Fate“ nennt sich das Indiegame, in dem man durch ein Tarotdeck in Zufallssituationen geworfen wird und dann entscheiden muss, was man tun möchte. Am Anfang zieht man per Zahlenkarten die Werte für Stärke, Weisheit und Geschick für seine Spielfigur (ein Prinz eines nicht genannten oder näher beschriebenen Königreichs). Dann beginnt das Spiel, indem man sich durch ein Tarotdeck klickt, welches einem verschiedene, zufällige Situationen vorgibt, auf die man meist zwei Wahlmöglichkeiten hat. Je nach Wahlmöglichkeit muss man eine Prüfung für entweder die Werte Stärke, Weisheit, Geschick oder Geld ablegen (aka, noch eine Zahlenkarte ziehen), und wenn der Zahlenwert der Karte unter der des eigenen Wertes ist, hat man die Prüfung bestanden. Ein simples Prinzip; alle Rollenspieler werden hier stöhnend die Augen verdrehen, weil das natürlich nicht mit einer Würfelprobe zu vergleichen ist.
Und dann kam der Moment, in dem ich eine Probe nicht bestand, und der Text auf einmal lautete: „Die Krankheit ist schlimmer, als gedacht; deine Untergebenen bringen dich zu einem Bader. Um dein Leben zu retten, wird dir der Arm amputiert.“
Ich musste ein bisschen ungläubig lachen bei dem Satz, weil das so… plötzlich kam. Auf einmal war mein Prinz nur noch einarmig, meine Stärke und mein Geschick waren halbiert. Und daraus wuchs Begeisterung, weil… das waren ernstzunehmende Konsequenzen, die nicht rückgängig zu machen waren. Damit musste ich als Spielfigur jetzt leben und versuchen, das Beste draus zu machen. Und alles nur wegen einer einfachen Krankheit und dem Zufallsprinzip! (Das war ein wenig später jedoch wieder relativiert, als ich dank schlechter Proben noch drei weitere Arme verloren hatte. Das ist der Nachteil an zufallsgenerierten Settings.)
Ich wünschte, so etwas würde in Geschichten öfter mal passieren. Ich wünschte, ich hätte Rýne wirklich den ganzen Fuß abgehackt, das wäre interessanter gewesen.
Außerdem fände ich eine Geschichte über einen Prothesenbauer unglaublich interessant; vor Allem in einem Fantasysetting. Wie geht der mit seinen Kunden um, wie lange dauert es, so eine Prothese fertigzustellen, wie ist das mit der Anpassung, wie läuft das Geschäft, wie ist die soziale Stellung seines Berufs, wie lautet seine Meinung zu Arbeitsunfällen oder gar Krieg – da muss ja eine ambivalente Haltung automatisch mit verbunden sein? Aus was für Materialien stellt er seine Prothesen her – Holz für die einfache Bevölkerung, Porzellan oder Elfenbein für die gehobenere Schicht? Wie ist deren Haltbarkeit, wie genau müssen die abgemessen werden, inwieweit sind die mechanisch?
Tolles Thema, ich will darüber lesen.
Donnerstag, 11. Juni 2020
Krähenfuß' neues Gesicht
Hier der Link zu dem Bild der talentierten el0010 zum Lieblingsstrolch Créofan/Krähenfuß! :D Vielen, vielen Dank!
Sonntag, 31. Mai 2020
Das Interview oder Wenn Charaktere stumpf seitenlang erzählen können, ohne unterbrochen zu werden
And the interviewee became the interviewer. [...] We realized that many other people who had touched Tove's life had also touched mine.
- Tove Jansson: Work and Love by Tuula Karjalainen
Ich mag Dialoge. Das liegt unter Anderem daran, dass die Charakterzeichnung in Dialogen meist ein wenig subtiler verläuft, und dass Dialoge meist der Zeitpunkt sind, in dem ein Charakter auf einmal zu leben beginnt und eigenständig einfach Entscheidungen trifft. Wie man durch den Tonfall einer Figur allein schon manches Mal ihre Hintergründe erahnen kann.
Und deshalb ist eine Sache, die mich in der Fiktion immer mal wieder stört, das klassische Interview.
Donnerstag, 28. Mai 2020
Birds of Prey vs. Deadpool
Auf den ersten Blick ein ungerechter Vergleich – Birds of Prey ist DC, Deadpool ist Marvel, der eine Film wurde sehnsüchtig erwartet und gefeiert, der andere verschwand ohne große Wellen in der Versenkung. Der eine Film war ein eigenständiger Film, der andere war der Nachfolger eines immensen Flops. Der eine Hauptcharakter hat durch einen „Unfall“ Superkräfte, der andere… im Grunde nur einen Unfall.
Was beide gemeinsam haben ist eine nicht unbedingt lineare Erzählweise, einen sarkastischen, unzuverlässigen Erzähler, Gewalt und das Dasein eines seichten Actionfilmes mit anspruchsloser Handlung.
Samstag, 23. Mai 2020
Musik, die nicht funktioniert
Wie dem auch sei; ich habe Rise of the Skywalker nicht sonderlich gut in Erinnerung, weil mich generell mit Star Wars nicht... so viel verbindet.
Aber woran ich sofort denken musste, als ich die Kritik gehört habe und die Beispiele dazu gesehen: Die Hobbit-Trilogie.
Donnerstag, 21. Mai 2020
Der Charakter soll entsetzt "Was zur Hölle ist mit dir passiert?" hauchen, daraus resultiert ein kleiner Tippfehler bei dem Wort Béma.
Super, Créofan, du fragst also gerade, was zum Baumstamm mit dem Ratgeber passiert ist. :D Ich wusste gar nicht, dass die Eorlingas neuerdings Bäume verehren. Sollten sie dann nicht eher zu Yavanna wechseln?
(Auf der anderen Seite macht das mit den Bäumen ganz viel Sinn, wenn man bedenkt, dass a) die Mark eher wenig Holz zu haben scheint und b) es da einen gewissen Zwischenfall in Isengard mit wandelnden Bäumen gab... sollte wirklich ein neues Sprichwort werden.)
Montag, 11. Mai 2020
Woran man erkennt, dass das Gegenüber nur die Filme gesehen hat - Beispiel Éowyn
*verwirrter Blick*
Ich, seufzend: "... die Schwertkämpferin."
"Aber die ist doch voll die Loserin!"
Ich: *starre mein Gegenüber für einen Moment sprachlos an* "Sie... hat den Hexenkönig von Angmar erschlagen?"
"Das war doch nur ein glücklicher one-punch! Davor war sie mega am ablosen!"
Okay. Plan abgebrochen. Ich rede nie wieder mit dieser Person über diesen Charakter.
Sonntag, 10. Mai 2020
Ich mache also das Quiz, rechne damit, einen Hobbit als Ergebnis zu bekommen.
Ergebnis: Aragorn.
Von allen acht/neun Mitgliedern der Gemeinschaft ausgerechnet die Person, die ich am meisten hasse. Hurra. Fucking Thorongil. Nein.